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Sonntag, 25. Januar, 2026

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Bürgerbahnhof macht Wege frei

Dorstener Arbeit bleibt gesichert und öffnet Türen für Integration und Ausbildung

Bürgerbahnhof macht Wege frei
Die Bilder zeigen den Bürgerbahnhof, der von der Dorstener Arbeit betrieben wird: Aufnahme des Gebäudes von außen und Ansicht der Gastronomie. Foto: Stadt Dorsten / Guido Bludau

Stadt wird alleinige Gesellschafterin

Der Bürgerbahnhof in Dorsten macht neue Wege frei. Zum 1. Januar 2026 wird die Stadt Dorsten alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft Dorstener Arbeit (DA). Der Diözesanverband Münster der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) hat seinen bisherigen Anteil von 50 Prozent zum Nennwert von 13.000 Euro an die Stadt übertragen. Der Rat der Stadt hat die Beschlüsse bereits im Juni gefasst, die endgültige Anpassung des Gesellschaftsvertrages steht in der Sitzung am 17. Dezember 2025 an.

Jahrzehntelanges Engagement für Dorsten

Die Dorstener Arbeit wurde 1992 aus der „Aktion Solidarität“ gegründet, um Arbeitslose zu unterstützen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Seitdem ist die DA zu einem wichtigen Träger gemeinnütziger Projekte in Dorsten geworden. Sie beschäftigt und qualifiziert vor allem junge Menschen, bietet Beratungsangebote, Integrationskurse, handwerkliche Qualifizierung und betreibt soziale Einrichtungen wie die Kaktus-Sozialkaufhäuser in Wulfen und Barkenberg, Ausbildungsgastronomie und Räume im Bürgerbahnhof. Auch Quartiershausmeister und Jugendwohngruppen gehören zum Portfolio der gemeinnützigen Gesellschaft.

KAB bleibt ideell verbunden

Die KAB scheidet als Gesellschafterin aus, bleibt der Dorstener Arbeit jedoch verbunden: Mit bis zu drei Mitgliedern wird sie weiterhin beratend im Aufsichtsrat vertreten sein und die inhaltliche Arbeit begleiten. Hintergrund des Ausstiegs ist die veränderte Finanzierung gemeinnütziger Arbeit: Um flexibel auf Fördermittel und Investitionen reagieren zu können, sind Instrumente wie Kapitalerhöhungen oder Gesellschafterdarlehen nötig – Mittel, die der KAB nicht bereitstellen kann.

Bürgerbahnhof macht Wege frei
Die Bilder zeigen den Bürgerbahnhof, der von der Dorstener Arbeit betrieben wird: Aufnahme des Gebäudes von außen und Ansicht der Gastronomie. Foto: Stadt Dorsten / Guido Bludau

Bürgermeister lobt Erfolgsmodell

Bürgermeister Tobias Stockhoff betont die Bedeutung der Dorstener Arbeit: „Sie schafft Perspektiven, weitet Horizonte und integriert viele Menschen in den regulären Arbeitsmarkt. Projekte wie Bürgerbahnhof, Kaktus-Läden oder Quartiershausmeister machen unsere Stadt lebenswerter und geben jeder Beschäftigung Sinn und Motivation. Es ist uns ein Herzensanliegen, dass die Dorstener Arbeit auch in stürmischen Zeiten gesichert auf Kurs bleibt.“

Pfarrer Michael Prinz, bis vor kurzem KAB-Diözesanpräses, ergänzt: „Gemeinsam mit der Stadt haben wir ein Projekt geschaffen, das die Lebenswirklichkeit vieler Menschen positiv verändert. Dass die KAB weiterhin ideell und beratend verbunden bleibt, zeigt, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen.“


Dorstener Arbeit – kurz & knapp

  • Gründung: 1992 aus „Aktion Solidarität“
  • Gesellschafter: Ab 2026 alleinige Stadt Dorsten
  • KAB: bleibt ideell verbunden und beratend im Aufsichtsrat
  • Projekte: Kaktus-Sozialkaufhäuser, Bürgerbahnhof, Quartiershausmeister, Jugendwohngruppen, Integrationskurse, handwerkliche Qualifizierung
  • Ziel: Menschen Perspektiven bieten, Arbeitsmarktintegration fördern, Gemeinwohl stärken

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Peter Gallin
Peter Gallin
Peter Gallin: Ihr Redakteur bei dorsten.live. Ich bin Peter Gallin und seit vielen Jahren im Lokaljournalismus tätig. Von 1988 bis 2000 war ich Redakteur beim Stadtspiegel Dorsten und habe den Stadtspiegel Haltern redaktionell mit aufgebaut. Zwischen 2011 und 2016 haben mich viele Leserinnen, Leser und Unternehmer als Redakteur und Medienberater der Lokallust Dorsten und Lokallust Haltern am See kennengelernt. Jetzt widme ich mich mit voller Energie dorsten.live. Dieses Onlinemagazin bringt aktuelle Nachrichten und Einblicke aus Dorsten – modern, authentisch und nah an den Menschen.

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