Gedenken an die Opfer des Holocaust

Dorsten erinnert in Riga
Achim Schrecklein vertritt Stadt beim Riga-Komitee. Die Stadt Dorsten hat sich auch in diesem Jahr an der Gedenkreise des Deutschen Riga-Komitees beteiligt. Als Vertreter der Stadt nahm der ehemalige stellvertretende Bürgermeister und langjährige Ratsherr Achim Schrecklein an den Veranstaltungen in der lettischen Hauptstadt teil.
Seit 2021 gehört Dorsten dem Deutschen Riga-Komitee an. Ziel des Städtebündnisses ist es, an die deportierten und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger zu erinnern und die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten.
Gedenkstein erinnert an Dorstener Opfer
Ein besonderer Moment der Reise war für Achim Schrecklein der Besuch der Gedenkstätte im Wald von Bikernieki. Dort erinnert inzwischen auch ein Gedenkstein mit der Aufschrift „Dorsten“ an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die nach Riga deportiert und dort ermordet wurden.
Der Gedenkstein konnte erst mit zeitlicher Verzögerung auf der Anlage installiert werden und macht die Verbundenheit Dorstens mit dem internationalen Erinnerungsort nun auch sichtbar.
Erinnerungsorte besucht
Während des mehrtägigen Aufenthalts nahm Achim Schrecklein gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Mitgliedsstädte an Gedenkveranstaltungen teil.
Zum Programm gehörten unter anderem:
- das stille Gedenken in den Gedenkstätten Bikernieki und Rumbula
- Gespräche über die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur in Europa
„Die Reise nach Riga macht deutlich, dass Erinnerung nicht abstrakt ist. Wer die Orte besucht, an denen so viele Menschen entrechtet, deportiert und ermordet wurden, versteht noch einmal auf ganz andere Weise, warum wir Verantwortung für unsere Geschichte tragen. Der neue Gedenkstein mit der Aufschrift Dorsten ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir diese Verantwortung gemeinsam wahrnehmen“, sagte Achim Schrecklein.
Bürgermeister würdigt Engagement
Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte Achim Schrecklein für seine Teilnahme an der Gedenkreise.
„Unsere Mitgliedschaft im Riga-Komitee ist weit mehr als ein symbolischer Akt. Sie ist ein klares Bekenntnis dazu, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten. Ich freue mich, dass Achim Schrecklein Dorsten in Riga vertreten und die Verbundenheit unserer Stadt mit diesem wichtigen Erinnerungsort sichtbar gemacht hat. Ich danke ihm auch sehr herzlich für sein herausragendes persönliches Engagement in dieser Sache“, erklärte der Bürgermeister.
Verantwortung für die Erinnerung
Mit dem Beitritt zum Deutschen Riga-Komitee hat sich die Stadt Dorsten verpflichtet, an die mehr als 25.000 Jüdinnen und Juden zu erinnern, die in den Jahren 1941 und 1942 nach Riga deportiert wurden und überwiegend im Wald von Bikernieki ermordet wurden.
Aus Dorsten wurden 20 jüdische Bürgerinnen und Bürger nach Riga verschleppt. Nur zwei von ihnen überlebten.
Der Rat der Stadt Dorsten hatte den Beitritt zum Riga-Komitee im Jahr 2021 auf Antrag der SPD einstimmig beschlossen. Seitdem unterstützt die Stadt gemeinsam mit der Bürgerschaft die Pflege der Gedenkstätte in Bikernieki sowie die Erinnerungsarbeit des internationalen Städtebündnisses.
Das Deutsche Riga-Komitee wurde im Jahr 2000 gegründet und vereint inzwischen zahlreiche Städte aus Deutschland. Es setzt sich für die Erinnerung an die nach Riga deportierten jüdischen Menschen sowie für eine lebendige europäische Erinnerungskultur ein.

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Achim Schrecklein vertritt Stadt beim Riga-Komitee



























