Frank-Walter Steinmeier besucht Initiativen zum Grundgesetz

Quelle: Stadt Dorsten/Guido Bludau
Engagement in Dorsten als Vorbild für Demokratie gewürdigt
Bundespräsident lobt Dorstener Ehrenamt. Beim Besuch der „Dorstener Tage des Grundgesetzes“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger gewürdigt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender besuchte er am Montag verschiedene Projekte und Initiativen in der Stadt, die sich für Demokratie, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.
Vor Medienvertretern betonte Steinmeier die besondere Bedeutung des Ehrenamts für das Grundgesetz und das demokratische Miteinander.
„Dorsten ist Vorbild“, sagte der Bundespräsident.
Stolpersteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus
Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des St.-Ursula-Gymnasiums reinigte Steinmeier Stolpersteine in der Ursulastraße. Die kleinen Messingtafeln erinnern an jüdische Bürgerinnen und Bürger, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert und ermordet wurden.
Der Bundespräsident betonte, dass die Erinnerung an diese Menschen und an die Verbrechen des Nationalsozialismus eine gemeinsame Verantwortung bleibe.
Mehr Informationen zu den Stolpersteinen und den Schicksalen der Opfer gibt es online unter:
https://stolpersteine-dorsten.de/
Besuch im Jüdischen Museum Westfalen
Anschließend besuchte Steinmeier das Jüdische Museum Westfalen. Die Einrichtung entstand aus der früheren „Forschungsgruppe Dorsten unterm Hakenkreuz“, die sich seit den 1980er Jahren mit der NS-Geschichte der Stadt beschäftigt.
Heute verbindet das Museum die historische Aufarbeitung mit aktuellen Fragen jüdischen Lebens in Deutschland.
„Ich empfinde großen Respekt für dieses Engagement“, sagte Steinmeier.
Das Museum bietet Dauer- und Sonderausstellungen sowie zahlreiche Angebote für Jugendliche und Schulklassen.

Mit der Rikscha durch Dorsten
Ein besonderer Programmpunkt war die Fahrt mit einem Doppeltandem der Initiative „Rad und Tat“ aus Barkenberg. Gemeinsam mit Prof. Dr. Werner Springer fuhr der Bundespräsident zum Grundgesetzladen in der Innenstadt.
Begleitet wurde die Fahrt von einer weiteren Rikscha der Qualifizierungsgesellschaft Dorstener Arbeit.
Steinmeier lobte das Engagement der Ehrenamtlichen:
„Eine Form des Ehrenamts, die Spaß macht und Sinn stiftet.“
Die Projekte ermöglichen Menschen mit Einschränkungen gemeinsame Fahrten und soziale Teilhabe.
Grundgesetzladen als Mittelpunkt der Aktionstage
Der Grundgesetzladen an der Suitbertusstraße bildet noch bis zum 23. Mai die zentrale Anlaufstelle der „Dorstener Tage des Grundgesetzes“.
Die Räume wurden vom Verein HerausForderung e. V. zur Verfügung gestellt und von Schülerinnen und Schülern der Neuen Schule Dorsten gestaltet. Dort sind unter anderem Ausstellungen und kreative Beiträge verschiedener Schulen zu sehen.
Für Steinmeier passt das Projekt ideal zum bundesweiten Ehrentag:
„Die Demokratie des Grundgesetzes braucht Menschen, die sich dafür einsetzen.“
Viele Initiativen beteiligt
Neben den bereits besuchten Projekten waren zahlreiche weitere Vereine und Organisationen am Besuch des Bundespräsidenten beteiligt:
- Freiwillige Feuerwehr Dorsten
- Technisches Hilfswerk (THW) Gladbeck-Dorsten
- Trägerverein Altes Rathaus
- Kirchengemeinde St. Agatha
- Schützenkapelle Rhade
- Ellerbruch-Treff Hervest
Alle Beteiligten engagieren sich ehrenamtlich für das gesellschaftliche Zusammenleben in Dorsten.
Info-Block
Anlass: Dorstener Tage des Grundgesetzes
Besuch: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender
Ort: Dorsten
Zeitraum Grundgesetzladen: bis 23. Mai 2026
Schwerpunkte: Demokratie, Ehrenamt, Erinnerungskultur, gesellschaftlicher Zusammenhalt

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Bundespräsident lobt Dorstener Ehrenamt



























