Erinnern, würdigen, weitergeben

Begegnung von Geschichte und Gegenwart
Gedenken an Familie Schulenburg. Zwei Tage lang standen in Klein-Trebbow und Tressow die Geschwister Tisa und Fritz-Dietlof von der Schulenburg im Mittelpunkt einer eindrucksvollen Gedenkveranstaltung. Angehörige, Weggefährten, Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Interessierte erinnerten an das künstlerische und politische Wirken der Familie, deren Spuren bis heute nachwirken.
Seit mehr als zwanzig Jahren pflegt der Förderverein Denkstätte Teehaus Trebbow enge Kontakte nach Dorsten, wo Tisa einen Großteil ihres Lebens verbrachte. Immer wieder war Lambert Lütkenhorst, Vorsitzender der Tisa-von-der-Schulenburg-Stiftung, in Mecklenburg zu Gast. Nun kehrte er erneut dorthin zurück – begleitet von einer Dorstener Delegation.
Ausstellung und Filmvorführungen
Zum Auftakt besuchten rund hundert Gäste die Ausstellung „Fritz-Dietlof von der Schulenburg und der Weg in den Widerstand“. Sie erinnerte an die mutigen Treffen, die Fritz-Dietlof mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Trebbower Teehaus abgehalten hatte.
Im Anschluss begrüßten Vorstandsmitglied Klaus-Jürgen Ramisch und Bürgermeisterin Stefanie Kirsch die Gäste. Gezeigt wurde ein Film von Jürgen Moers, in dem Lambert Lütkenhorst das enge Verhältnis zu Tisa würdigte. Jens-Peter Martens erzählte bewegend von seiner Freundschaft mit der Künstlerin, die er noch in der DDR kennengelernt hatte. Dr. Edelgard Moers stellte zudem das neue Buch „Begegnungen mit Tisa von der Schulenburg“ vor. Musikalische Beiträge von Schülerinnen und Schülern der Tisa-Schule rundeten den Abend ab.
Stimmen der jungen Generation
Am zweiten Tag standen die Jugendlichen selbst im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler präsentierten eine preisgekrönte Podcast-Serie, die inzwischen über siebzig Beiträge umfasst – von Tisas künstlerischem Schaffen bis hin zu Fragen von Mode, Zeitgeschichte und Widerstand.
Besonders beeindruckend war die spürbare Begeisterung, mit der die jungen Menschen über ihre Recherchen berichteten. Sie machten deutlich, dass Geschichte für sie nicht etwas Abstraktes ist, sondern vor Ort erlebbar wird, wenn sie sich mit der Namensgeberin ihrer Schule auseinandersetzen.
Ein starkes Zeichen der Erinnerung
Zum Abschluss wurde in Klein-Trebbow eine Gedenktafel enthüllt – eine Kopie jener Holztafel, die Tisa 1944 für ihren ermordeten Bruder schnitzte. Angela Bohrer und Elisabeth Ruge, Tochter und Enkelin von Fritz-Dietlof, nahmen die feierliche Einweihung vor.
„Ich hab’s gewagt mit Sinnen und trag des doch kein Reu“, lautet die Inschrift – Worte, die Fritz-Dietlofs Haltung zum Widerstand auf berührende Weise zusammenfassen. Bei Kaffee und Kuchen klang die bewegende Veranstaltung aus, die Gäste wie Veranstalter tief beeindruckt zurückließ.
Fritz-Dietlof von der Schulenburg
- geboren 1902, Bruder der Künstlerin Tisa von der Schulenburg
- Jurist und Politiker, frühes Mitglied des Widerstands gegen Hitler
- enger Mitstreiter von Claus Schenk Graf von Stauffenberg
- nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet und am 10. August 1944 hingerichtet

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