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Sonntag, 15. Februar, 2026

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Geflügelpest in Dorsten bestätigt

Nachweis von H5N1 bei Wildgänsen

Geflügelpest in Dorsten bestätigt
Wer Hühner, Enten oder anderes Hausgeflügel hält, sollte seine Tiere gut vor dem Kontakt mit Wildvögeln schützen.
Foto: Svenja Küchmeister / Kreis Recklinghausen

Zwei Wildgänse positiv getestet

Die Geflügelpest wurde jetzt auch in Dorsten bestätigt. Im Kreis Recklinghausen ist erstmals in diesem Jahr die Geflügelpest nachgewiesen worden. Bei zwei toten Wildgänsen aus Dorsten und Gladbeck bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den Verdacht auf den Erreger H5N1. Das Ergebnis des nationalen Referenzlabors liegt dem Veterinäramt des Kreises inzwischen vor.

Nach einer ausführlichen Risikobewertung und in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVE) verzichtet der Kreis darauf, eine Sperrzone um die Fundorte einzurichten. Die Funde einzelner Tiere rechtfertigten nach aktueller Einschätzung noch keine weitergehenden Schutzmaßnahmen.


Kreis mahnt zu erhöhter Vorsicht

Auch wenn die Lage derzeit als stabil gilt, ruft das Veterinäramt alle Geflügelhalter:innen zur Aufmerksamkeit auf. Wer Hühner, Enten oder anderes Hausgeflügel hält, sollte seine Tiere gut vor dem Kontakt mit Wildvögeln schützen. Futter und Wasser müssen so angeboten werden, dass keine Wildvögel herankommen. Zum Tränken darf ausschließlich Leitungswasser verwendet werden – Oberflächenwasser aus Teichen oder Gräben birgt ein hohes Infektionsrisiko.

Geflügelhalter:innen sollten Straßen- und Stallkleidung strikt trennen, sich vor und nach dem Stallbesuch gründlich die Hände waschen und Futter sowie Einstreu sicher lagern, um eine Einschleppung des Virus zu verhindern.


LAVE stellt Merkblatt bereit

Das Landesamt für Verbraucherschutz hat ein Merkblatt mit wichtigen Hinweisen zur Geflügelpest veröffentlicht. Es richtet sich vor allem an Hobby- und Kleingeflügelhaltende und steht online unter
www.lave.nrw.de → Tiere → Tiergesundheit → Tierseuchen → Geflügelpest zum Download bereit.

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, gilt als hoch ansteckend und endet für Hühner und Puten meist tödlich. Deshalb bittet das Veterinäramt, Tierbestände regelmäßig zu kontrollieren. Bei ungewöhnlichen Krankheits- oder Todesfällen sollte sofort eine Tierärztin oder ein Tierarzt informiert werden. Auch das Veterinäramt selbst steht beratend zur Verfügung – telefonisch unter 02361/53-2125 oder per E-Mail an FD39@kreis-re.de.


Sammelstellen für tote Wildvögel

Gemeinsam mit den städtischen Ordnungsbehörden richtet das Veterinäramt derzeit Kadaver-Sammelstellen ein. Dort werden künftig tote Wildvögel untersucht, um eine mögliche Ausbreitung frühzeitig zu erkennen. Die jeweiligen Ansprechpartner in den Städten werden in Kürze auf den Internetseiten der Kommunen und des Kreises veröffentlicht: www.kreis-re.de/tierseuchen.

Gemeldet werden sollen vor allem gehäufte Funde toter Wasservögel, Reiher, Kraniche oder Greifvögel. Singvögel, Tauben oder Rabenvögel hingegen sind von der Vogelgrippe nicht betroffen – ihre Kadaver können wie gewohnt über den Restmüll entsorgt werden.


Hintergrund: Geflügelpest

Die Aviäre Influenza, umgangssprachlich Vogelgrippe genannt, ist eine Virusinfektion, deren natürliche Wirte vor allem Wasservögel sind. Die besonders gefährliche Form – die sogenannte Geflügelpest – wird durch hochpathogene Erreger der Subtypen H5 und H7 ausgelöst. Während Wildvögel häufig kaum Symptome zeigen, kann das Virus bei Hausgeflügel innerhalb kürzester Zeit ganze Bestände vernichten.

Deshalb sind strenge Biosicherheitsmaßnahmen entscheidend, um die Ausbreitung zu verhindern. Das Kreisveterinäramt appelliert an alle Halter:innen, aufmerksam zu bleiben – auch über die Wintermonate hinweg, wenn sich Wildvögel vermehrt in der Region aufhalten.


Was Geflügelhalter jetzt beachten sollten

  • Futter und Wasser vor Wildvögeln schützen
  • Nur Leitungswasser zum Tränken verwenden
  • Hände vor und nach Stallbesuchen gründlich waschen
  • Stall- und Straßenkleidung strikt trennen
  • Futter und Einstreu sicher lagern
  • Krankheits- oder Todesfälle sofort Tierarzt oder Veterinäramt melden
  • Informationen und Merkblatt: www.lave.nrw.de

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Peter Gallin
Peter Gallin
Peter Gallin: Ihr Redakteur bei dorsten.live. Ich bin Peter Gallin und seit vielen Jahren im Lokaljournalismus tätig. Von 1988 bis 2000 war ich Redakteur beim Stadtspiegel Dorsten und habe den Stadtspiegel Haltern redaktionell mit aufgebaut. Zwischen 2011 und 2016 haben mich viele Leserinnen, Leser und Unternehmer als Redakteur und Medienberater der Lokallust Dorsten und Lokallust Haltern am See kennengelernt. Jetzt widme ich mich mit voller Energie dorsten.live. Dieses Onlinemagazin bringt aktuelle Nachrichten und Einblicke aus Dorsten – modern, authentisch und nah an den Menschen.

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