Vier illegale Müllkippen in nur 48 Stunden – Stadt setzt Belohnung aus

Erneut landet gefährlicher Abfall in der Natur
Müllsünder werden immer dreister. Die Serie illegaler Müllentsorgungen in Dorsten reißt nicht ab – im Gegenteil: Innerhalb von nur 48 Stunden wurden gleich vier weitere schwere Fälle entdeckt. Unbekannte luden große Mengen Glaswolle und Eternitplatten in Wald- und Außenbereichen ab. Der Kommunale Servicebetrieb Dorsten (KSD) spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung und setzt für Hinweise auf die Täter erneut jeweils 1.000 Euro Belohnung aus.
Bereits vor einer Woche war an der Straße „Am Steinwerk“ in Holsterhausen eine komplette Wagenladung Bauschutt mit Eternitplatten illegal entsorgt worden.

41 BigPacks mit Problemabfällen
In der Nacht auf Montag wurden insgesamt 14 BigPacks mit Glaswolle an zwei Stellen entdeckt:
- an einem Stichweg vom Hellweg in der Orthöve (Hervest)
- an der Bramskuhle westlich der A31 im Emmelkamp (Holsterhausen)
Die Säcke wurden noch am selben Tag vom KSD geborgen und zur fachgerechten Entsorgung gebracht.
Nur eine Nacht später schlugen die Täter erneut zu.
Diesmal fanden Mitarbeiter des KSD:
- sieben BigPacks mit Eternitplatten an einem Stichweg der Hasselbecke zwischen Stadtgärtnerei und Segelflughafen
- 20 weitere BigPacks mit Eternit an der Bramskuhle – exakt dort, wo tags zuvor bereits die Glaswolle entsorgt worden war.

Fachgerechte Entsorgung wäre deutlich günstiger gewesen
Nach Angaben der Stadt waren die Säcke mit Eternit-Bruchstücken bewusst nur teilweise gefüllt, damit sie problemlos von Hand verladen werden konnten.
Bei dem Material handelt es sich um gewellte Dachplatten und Fassadenverkleidungen. Auffällig: Viele der verwendeten BigPacks – unter anderem von Würth und Greif – wirkten unbenutzt.
Die Stadt appelliert deshalb an Hauseigentümer, sich bei Sanierungs- oder Umbauarbeiten von beauftragten Firmen unbedingt die Entsorgungsnachweise für problematische Baustoffe wie Eternit oder Glaswolle vorlegen zu lassen.

Stadt spricht von erheblichem Schaden
Die wiederholten illegalen Ablagerungen verursachen nicht nur erhebliche Schäden für Natur und Umwelt, sondern auch hohe Kosten für die Allgemeinheit. Während eine ordnungsgemäße Entsorgung vergleichsweise überschaubare Kosten verursacht hätte, muss die Stadt nun erneut Spezialfirmen mit der Beseitigung der gefährlichen Abfälle beauftragen.
Der KSD wird Strafanzeige erstatten.

1.000 Euro Belohnung
Für Hinweise, die zur Ermittlung der Verantwortlichen führen, setzt der Kommunale Servicebetrieb Dorsten für jeden der Fälle eine Belohnung von 1.000 Euro aus.
Hinweise können per E-Mail gesendet werden an:
Info-Block
Fundorte: Hervest und Holsterhausen
Abfälle: Glaswolle und Eternitplatten
Zeitraum: Vier illegale Müllablagerungen innerhalb von 48 Stunden
Belohnung: Jeweils 1.000 Euro für Hinweise auf die Täter
Hinweise: info.ksd@dorsten.de oder pressestelle@dorsten.de


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Müllsünder werden immer dreister



























