Neue Aufgabe in der Pfarrei St. Paulus

Besondere Aufgabe in der Kirchengemeinde
Birgit Funkenberg leitet künftig ehrenamtlich Beerdigungen in Dorsten. Die Dorstenerin Birgit Funkenberg übernimmt künftig eine besondere Aufgabe in ihrer Kirchengemeinde. Nach einer umfangreichen Ausbildung wird die 64-Jährige ehrenamtlich Beerdigungen leiten und Angehörige in Zeiten der Trauer begleiten.
Funkenberg engagiert sich seit vielen Jahren in der Pfarrei St. Paulus in Dorsten-Hervest. Sie ist Kommunionhelferin und ausgebildete Wortgottesdienstleiterin. Als Pfarrer August Hüsing sie fragte, ob sie sich einen weiteren ehrenamtlichen Dienst vorstellen könne, habe sie nicht lange überlegen müssen.
„Das konnte ich mir gut vorstellen, auch wenn die Reaktionen in meinem Umfeld sehr unterschiedlich waren“, erzählt sie. Während einige Menschen beeindruckt reagiert hätten, seien andere eher zurückhaltend gewesen. Für sie selbst sei die Entscheidung jedoch schnell gefallen. „Ich traue es mir zu. Als Christen haben wir eine hoffnungsvolle und tröstende Botschaft: Das Leben endet nicht mit dem Tod.“
Persönliche Abschiede gestalten
Genau diese Botschaft möchte sie künftig den Angehörigen vermitteln. Für Funkenberg ist eine Beerdigung mehr als ein formeller Abschied.
„Das Leben ist ein Fest und deshalb sollte auch der Abschied würdig sein. Es ist die letzte Feier eines Menschen. Dabei wird sein Leben noch einmal in den Blick genommen“, sagt die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern.
Besonderen Wert legt sie auf die persönliche Gestaltung der Trauerfeiern. Grundlage dafür ist stets das Gespräch mit den Angehörigen. Die Feier solle sowohl zum Verstorbenen als auch zu den Trauernden passen.
„Es gibt viele Texte und Worte, die den Menschen heute nah sind. So möchte ich den Abschied gestalten“, erklärt die gebürtige Waltroperin, die seit mehr als 30 Jahren in Dorsten lebt.
130 Unterrichtsstunden zur Vorbereitung
Auf ihre neue Aufgabe fühlt sich Funkenberg gut vorbereitet. Gemeinsam mit zwölf weiteren Frauen und Männern absolvierte sie einen Qualifizierungskurs des Kreisbildungswerks Recklinghausen mit 130 Unterrichtsstunden.
Dort beschäftigten sich die Teilnehmenden mit theologischen Fragen, liturgischen Abläufen, Trauerbegleitung und Gesprächsführung. Hinzu kamen praktische Übungen, darunter Trauergespräche, die Auseinandersetzung mit der eigenen Trauerbiografie sowie das Studium von Beerdigungszeremonien.
„Anfangs fiel mir manches schwer, weil ich keine theologischen Vorkenntnisse habe. Aber der Kurs war sehr gut aufgebaut und hat uns intensiv auf die Praxis vorbereitet“, berichtet Funkenberg.
Zusätzlich begleitete sie mehrfach ihren Pfarrer bei Beerdigungen und erhielt so Einblicke in die künftige Arbeit.
Mit eigener Albe im Einsatz
Bei ihren Einsätzen wird die Dorstenerin künftig eine eigene Albe tragen. Als Wortgottesdienstleiterin habe sie zwar bereits eine Albe getragen, nun verfüge sie jedoch über ein eigenes Gewand.
„Damit werde ich sicher noch stärker als Seelsorgerin wahrgenommen“, sagt sie.
Auf ihre ersten selbst geleiteten Beerdigungen blickt Funkenberg mit Respekt, aber auch mit Vorfreude. Ihr Ziel sei es, Menschen in ihrer Trauer Trost zu spenden und ihnen christliche Hoffnung mitzugeben.
Neben Birgit Funkenberg haben auch Ulrich Kamp von St. Paulus, Evamaria Schäfer und Claudia Esser von St. Agatha sowie Matthias Feller von St. Antonius und Bonifatius die Qualifizierung abgeschlossen.
Wer sich für den nächsten Ausbildungskurs interessiert, der Anfang kommenden Jahres erneut vom Kreisbildungswerk Recklinghausen angeboten wird, kann weitere Informationen per E-Mail an info@kbw-recklinghausen.de erhalten.

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Birgit Funkenberg leitet künftig ehrenamtlich Beerdigungen in Dorsten



























