Haldenwangschule feiert Jubiläum mit besonderem Besuch aus Düsseldorf

Ein besonderer Besuch sorgte in der Jubiläumswoche der Haldenwangschule für große Freude: NRW-Schulministerin Dorothee Feller machte sich am Donnerstag (24. September) persönlich auf den Weg nach Hervest, um der Förderschule zu ihrem 50-jährigen Bestehen zu gratulieren. Während eines Rundgangs erhielt sie Einblicke in den Schulalltag und lernte die vielfältigen Projekte kennen, mit denen die Schülerinnen und Schüler ihre Festwoche gestalten.
Gemeinsam mit Schulleiterin Norah Winkels und Schulleiter Thomas Spliethoff besichtigte die Ministerin das Schulgebäude. Begleitet wurde sie unter anderem von Bürgermeister Tobias Stockhoff, der Landtagsabgeordneten Sandy Meinhardt, der stellvertretenden Landrätin Elvira Aulich, Schulamtsdirektor Andreas Menzel, Dorstens Schuldezernentin Nina Laubenthal sowie Susanne Diericks, Leiterin der Schulverwaltung.
Engagement für jedes einzelne Kind
Die Haldenwangschule Dorsten begleitet Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung von der Einschulung bis in die Berufsfindungsphase. Aktuell besuchen 135 Schülerinnen und Schüler die Einrichtung.
Ministerin Dorothee Feller zeigte sich von der Arbeit der Schule beeindruckt. Besonders die zahlreichen Angebote, die weit über den Unterricht hinausgehen, hinterließen bei ihr einen bleibenden Eindruck. Dazu gehören unter anderem der Schulgarten sowie die Schülerfirma, die einmal wöchentlich Getränke und belegte Brötchen für die Schulgemeinschaft vorbereitet.
„Jedes Kind ist einzigartig und hat das Recht auf eine bestmögliche Förderung entsprechend seiner Begabungen, Voraussetzungen und Fähigkeiten. Dazu leistet die Haldenwangschule seit 50 Jahren einen wichtigen Beitrag“, erklärte die Ministerin. Sie dankte ausdrücklich den Lehrkräften, den Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie dem Schulträger für ihr Engagement.

Vom Pionierprojekt zur modernen Förderschule
Die Geschichte der Haldenwangschule Dorsten reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Aus einer Tagesstätte der Lebenshilfe für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung entstand auf Wunsch engagierter Eltern eine reguläre Schule. Die Stadt Dorsten setzte dieses Vorhaben damals vergleichsweise schnell um und nahm damit eine Vorreiterrolle ein.
Im Oktober 1976 bezog die Schule ihr Gebäude am Harsewinkel in Hervest. Wenige Wochen später folgte die offizielle Einweihung. Heute blickt die Einrichtung auf fünf Jahrzehnte pädagogischer Arbeit zurück und hat sich kontinuierlich weiterentwickelt.
Festwoche mit Kreativität, Sport und Gemeinschaft
Das Jubiläum wird mit einer abwechslungsreichen Projektwoche gefeiert. Nach einem Kunsttag, sportlichen Aktionen und einem kulinarischen Fest stand am Donnerstag die Vorbereitung des großen Jubiläumsfestes im Mittelpunkt. Während ihres Besuchs konnte Ministerin Feller erleben, wie Schülerinnen und Schüler Aufführungen probten, bastelten, malten und gemeinsam an den letzten Vorbereitungen arbeiteten.
Die Atmosphäre in der Schule machte deutlich, dass Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung hier fest zum Alltag gehören.
Investitionen in die Zukunft der Schule
Nicht nur pädagogisch, sondern auch baulich entwickelt sich die Haldenwangschule Dorsten weiter. Das Schulgebäude wurde in den vergangenen zwei Jahren durch die städtische Hochbaugesellschaft InfraDOR umfassend saniert. Rund zwei Millionen Euro flossen in die Modernisierung, die durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt wurde.
Während der Bauarbeiten zog die Schule vorübergehend vollständig ins Schulzentrum Marler Straße um. Ein Teil der älteren Jahrgänge wird dort weiterhin unterrichtet.
Als nächstes steht die Kernsanierung des Lehr- und Therapieschwimmbeckens auf dem Programm. Für das Projekt sind Investitionen von rund vier Millionen Euro vorgesehen, die ebenfalls durch Fördermittel des Landes unterstützt werden. Angesichts steigender Schülerzahlen plant die Stadt Dorsten zudem mittelfristig einen Erweiterungsbau. Seit drei Jahren besteht außerdem eine Zusammenarbeit mit der Stadt Haltern am See, die keine eigene Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung betreibt.
Zum Abschluss des Besuchs bedankte sich Bürgermeister Tobias Stockhoff bei Ministerin Dorothee Feller für ihre Wertschätzung gegenüber der Schule und ihrer Arbeit. Als Erinnerung erhielt die Ministerin von Schulleiter Thomas Spliethoff das Schulmaskottchen „Kalle“, eine kleine Ente mit dem Namenszug der Schule. Benannt ist sie nach Karl Georg Haldenwang, einem Wegbereiter der modernen Behindertenhilfe im deutschsprachigen Raum. Damit nahm die Ministerin nicht nur ein kleines Geschenk mit nach Düsseldorf, sondern auch viele Eindrücke aus einer Schule, die seit 50 Jahren für gelebte Förderung und Teilhabe in Dorsten steht.

Lest außerdem
Neue Schule ist UNESCO Projektschule sowie
Unternehmer des Jahres – Preis für Peter Cosanne sowie
Ein neues Gesicht an der Spitze der Sparkasse Vest Dorsten sowie
Spenden beim Dorstener 24 Stundenlauf auf höchstem Stand sowie
Plakette für Helmut Winkler vom TSZ Royal Wulfen sowie
Das Netzwerk „Dorsten liest vor“ sucht dringend Lesepaten sowie
Neue Ausrüstung hilft Feuerwehr bei Bränden im Wald sowie
Schenke Zeit und Aufmerksamkeit – begleite Senioren im Alltag sowie
Die Ausbildung ist gefährdet – Kapelle sucht Lehrer für Musik sowie
Raum für Begegnung statt Parkplatz- Projekt in Lembeck und Rhade sowie
Alles über das Dorstener Kultur Programm 2025/26 sowie
Melden Rauch und schützen auch die Dorstener Feuerwehr sowie
Trauer um Ludwig Klapheck sowie
Jüdisches Museum setzt sich für mehr Inklusion ein sowie
VHS Dorsten verbessert Angebote für Menschen mit Hör–Problemen sowie
Freiwillig dienen in der Bio-Station Dorsten



























