Dorstener Zeitung zeichnet Unternehmer des Jahres aus

Foto: Peter Gallin
Ein Moment, der berührt
Unternehmerpreis für Peter Cosanne. Als Peter Cosanne am Freitagmittag im Gemeinschaftshaus Wulfen auf die Bühne trat und seinen Eltern dankte, herrschte für einen Augenblick völlige Stille. Unten im Saal die Eltern Egon Cosanne und seine Frau Margret voller Stolz. Der 54-jährige Ingenieur aus Lembeck machte deutlich, wie viel seine Familie zum Erfolg der Firma Cosanne Ingenieure beigetragen hat. Sein Vater habe „den Grundstein gelegt“, seine Mutter den Rücken freigehalten – für Betrieb und Familie gleichermaßen.
Die Auszeichnung als Unternehmer des Jahres 2025, die Cosanne vor rund 150 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Stadtverwaltung entgegennahm, würdigte deshalb nicht nur seine Arbeit. Sie galt ebenso dem gesamten Familienbetrieb – und den knapp 70 Mitarbeitenden, die die Verleihung per Livestream aus der frisch sanierten Laurentius-Schule verfolgten, dem neuen zweiten Firmensitz.
Verantwortung, Wandel und eine Prise Humor
In seiner Rede sprach Cosanne über die Entwicklungswege eines Ingenieurbüros – und darüber, wie viel Verantwortung dahintersteckt. Ingenieur:innen, sagte er, planten nicht nur Gebäude, sondern gestalteten Lebensräume, die funktionieren müssen. Veränderungen verstehe er nicht als Risiko, sondern als Chance, wenn man ihnen mit Offenheit, Wissen und einer Portion Humor begegne.

Laudator mit klaren Worten
Architekt Ralf Badura, langjähriger Weggefährte des Preisträgers, zeichnete in seiner Laudatio die berufliche Reise Cosannes nach: vom Studium über die Rückkehr in die Heimat bis zur Übernahme des elterlichen Betriebs. Besonders hob er die Sanierung der Laurentius-Schule hervor – „ein identitätsstiftendes Projekt“, das Mut, Kreativität und Gemeinschaftssinn verbinde.
Der neue Standort bietet weit mehr als Büroflächen: Im Keller wird gekickert, im Garten gegrillt – ein Ort, der Teamgeist und Austausch fördert.
Wertschätzung aus dem Rathaus
Bürgermeister Tobias Stockhoff lobte Cosanne als „äußerst angenehmen Menschen“, der Dorsten in vielen Bereichen präge – als Arbeitgeber, Planer und Ehrenamtlicher. Die Laurentius-Schule, so Stockhoff, sei „ein Gewinn für die Baukultur der Stadt“.
Innovation, die nach „Klarlack“ schmeckt
Bevor Cosanne geehrt wurde, stand Jörg Baumeister im Mittelpunkt. Der Tischler- und Innenausbaumeister erhielt den Innovationspreis 2025. In einer lebhaften Rede schilderte er, wie aus einer Handwerkswerkstatt ein moderner Betrieb mit Schlosserei, 3D-Vermessung und einem hochautomatisierten Lackierverfahren – dem „Lackomat“ – wurde.
Innovation, meinte Baumeister, entstehe aus Mut und Neugier. Und so stieß er mit einem eigens kreierten Schnaps namens „Klarlack“ an – einer Spezialität von Dirk Böckenhoff, dem Preisträger des Vorjahres.
Bürgermeister Stockhoff sah in Baumeister ein Beispiel dafür, wie Handwerk und Technik gemeinsam Zukunft schaffen können. Die einstimmige Wahl beider Preisträger zeige die Stärke des Dorstener Unternehmertums.
„Oft unterschätzt“ – ein Standort mit Potenzial
Dorsten werde von außen „oft unterschätzt“, sagte Cosanne zum Abschluss. Die Stadt liege dort, wo münsterländische Bodenständigkeit und Ruhrgebietsenergie zusammenkommen – ein Vorteil, den man nutzen müsse.
Er verglich erfolgreichen Unternehmergeist mit einer gut geplanten technischen Anlage: stabile Verbindung, durchdachte Struktur und ein Team, das dafür sorgt, dass die Energie nicht verpufft. Und mit einem Augenzwinkern zitierte er eine Fernsehle-gende: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“

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Unternehmerpreis für Peter Cosanne



























