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Wie wollen wir Straßen nutzen?

Stadt-Terrassen in Lembeck – Straßenraum wird zum Treffpunkt

Wie wollen wir Straßen nutzen?
Die Stadt-Terrassen sind in Lembeck angekommen. Bis zum 26. Oktober sollen sie Anregung sein nachzudenken, wie wir Straßen zukünftig nutzen möchten. Foto: Peter Gallin

Wenn Autos den Blick verstellen

Wie wollen wir Straßen nutzen? Montagmorgen, 9.30 Uhr, Schulstraße in Lembeck. Während viele Menschen ihre Einkäufe erledigen, zeigt sich ein vertrautes Bild: Auf den rund 190 Metern zwischen Kirche und Böhmers drängen sich zu diesem Zeitpunkt 68 abgestellte Autos links und rechts der Fahrbahn.

Wie wollen wir Straßen nutzen?
68 abgestellte Fahrzeuge auf 190 Meter Schulstraße zwischen Kirche und Böhmers. Morgens früh wird es eng auf der Schulstraße. Foto: Peter Gallin

Dazu kommen Fahrzeuge, die einbiegen oder durchfahren. Für Radfahrer und Fußgänger bleibt kaum Platz – und für den Lkw, der die Stadt-Terrassen anliefert, erst recht nicht. Der Fahrer stellt sein Gefährt kurzerhand auf den Gehweg.

Ein Projekt mit guter Idee

Die Stadt-Terrassen sollen eigentlich genau das Gegenteil erreichen: weniger parkende Autos, mehr Raum für Begegnung. Die Module aus Holz bestehen aus Sitzgelegenheiten, Pflanzkübeln und kleinen Tischen. Jedes Element nimmt so viel Platz ein wie ein Auto – und schafft damit neue Flächen für Gespräche, Nachbarschaftsaktionen oder einfach ein spontanes Kaffeetrinken.

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Die Stadt-Terrassen werden geliefert, und bevor sie den Parkraum gegen Raum für Begegnung tauschen, tauschen sie den Bürgersteig gegen Platz zum Parken. „Vorfahrt plus“ fürs Kraftfahrzeug. Foto: Peter Gallin

Von der Theorie in den Alltag

Die Idee klingt überzeugend, doch der Alltag in Lembeck ist eng. Zwischen parkenden Wagen und Lieferverkehr wird deutlich, wie schwierig es ist, den Straßenraum neu zu denken. Und doch: Genau hier liegt die Chance, das Bewusstsein für Veränderungen zu schärfen.

Mehr als nur Verkehr

Gerrit Schweigart, Leiter der Verkehrsplanung in Dorsten, erklärt die Ziele: „Wir möchten zeigen, wie vielfältig Straßen genutzt werden können – nicht nur für Autos, sondern auch für Begegnung, Kreativität und Nachbarschaft.“ Der Gedanke dahinter: Straßen sind nicht nur Verbindungen von A nach B, sondern Orte des Miteinanders.

Module aus Holz mit Sitzgelegenheiten, Pflanzkübeln und Tischen
Die Stadt-Terrassen in Lembeck. Es ist gewünscht, dass sich dort Menschen treffen und feststellen, dass man Straßen auch anders nutzen kann. Foto: Peter Gallin

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Ob Kaffeerunde, Pflanzaktion oder Mitsing-Abend – die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Das Projekt soll Menschen ermutigen, Ideen einzubringen und den eigenen Lebensraum aktiv mitzugestalten. So wird die Schulstraße für einige Wochen zum Experimentierfeld, das zum Nachdenken anregt: Wie wollen wir in Zukunft Straßen nutzen?


Stadt-Terrassen in Lembeck

  • Ort: Schulstraße, Lembeck
  • Zeitraum: bis 26. Oktober 2025
  • Besonderheit: Module aus Holz mit Sitzgelegenheiten, Pflanzkübeln und Tischen
  • Ziel: mehr Raum für Begegnung, weniger für Autos
  • Träger: Zukunftsnetz Mobilität NRW, Mitglied seit 2025

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Peter Gallin
Peter Gallin
Peter Gallin: Ihr Redakteur bei dorsten.live. Ich bin Peter Gallin und seit vielen Jahren im Lokaljournalismus tätig. Von 1988 bis 2000 war ich Redakteur beim Stadtspiegel Dorsten und habe den Stadtspiegel Haltern redaktionell mit aufgebaut. Zwischen 2011 und 2016 haben mich viele Leserinnen, Leser und Unternehmer als Redakteur und Medienberater der Lokallust Dorsten und Lokallust Haltern am See kennengelernt. Jetzt widme ich mich mit voller Energie dorsten.live. Dieses Onlinemagazin bringt aktuelle Nachrichten und Einblicke aus Dorsten – modern, authentisch und nah an den Menschen.

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