Gedenken in Wulfen: 100 Jahre Ehrenmal als Mahnung für den Frieden

Zentrale Gedenkfeier in Wulfen
Am Sonntag, 16. November 2025, fand in Wulfen die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Dorsten zum Volkstrauertag statt – ein besonderer Ort und Anlass zugleich: Das 100 Jahre Wulfener Ehrenmal stand im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Wulfener Schützenverein, der mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern den Platz rund um das Denkmal vorbereitet hatte.
Den Auftakt bildete ein Gottesdienst in der St.-Matthäus-Kirche. Anschließend zogen die teilnehmenden Vereine mit ihren Fahnenabordnungen vom Wappenbaum zum Ehrenmal. Trotz Nieselregen kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, um gemeinsam zu gedenken und ein Zeichen für Frieden und Gemeinschaft zu setzen.

Erinnerung an die Verantwortung der Gegenwart
Der Vorsitzende des Schützenvereins, Michael Diekert, begrüßte die Anwesenden und leitete zu einem historischen Rückblick über. Vertreter des Heimatvereins Wulfen erinnerten an die Bedeutung des Denkmals. Max Schürmann aus der Geschichtsgruppe betonte: „Geschichte muss uns lehren, aus vergangenen Fehlern zu lernen.“ Das 100 Jahre Wulfener Ehrenmal stehe sinnbildlich für die Zerbrechlichkeit des Friedens. Er warnte vor gesellschaftlichen Entwicklungen, die demokratische Strukturen schwächen und Minderheiten ausgrenzen.
Jugendlicher Blick auf das Gedenken
Einen besonderen Akzent setzten Schülerinnen und Schüler der Montessori-Schule Dorsten. Im Rahmen des Jubiläums hatten sie sich intensiv mit dem Denkmal beschäftigt und präsentierten ihren Beitrag „Heldsein = Menschsein!“ in Poetry-Slam-Form – ein moderner und emotionaler Blick auf Erinnerungskultur und Verantwortung.

Bürgermeister Stockhoff: „Tag der stillen Trauer und lauten Mahnung“
In seiner Gedenkansprache hob Bürgermeister Tobias Stockhoff hervor, dass der Volkstrauertag kein Tag der Heldenverehrung, sondern der Besinnung sei: „Wir erinnern für die Zukunft, damit sich Geschichte nicht wiederholt.“ Der Tag mahne, sich aktiv für Menschlichkeit und Frieden einzusetzen.
Nach einem Gebet von Pater Shaijan folgte die Kranzniederlegung durch Schützenkönig Theo Rößmann, Bürgermeister Stockhoff und Vertreter der Bundeswehr. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von der Blasmusik Wulfen.
Ehrenmal als Zeichen der Gemeinschaft
Zum Abschluss dankte Michael Diekert allen Beteiligten für ihr Engagement. Die Pflege und Restaurierung des Denkmals zeigten, dass das 100 Jahre Wulfener Ehrenmal weit mehr sei als ein historisches Mahnmal. „Es ist ein Zeichen der Gemeinschaft“, sagte Diekert. Das Ehrenmal bleibe ein Symbol gegen Gewalt, Hetze und Krieg – und erinnere daran, dass Frieden immer wieder neu erarbeitet werden muss.

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