Wie ein Ferienlager auf Ameland seit Jahrzehnten Menschen verbindet

Gemeinschaft, die über Jahre trägt
Das Ferienlager Ameland schafft bleibende Verbindungen. Was für viele wie ein gewöhnlicher Sommerurlaub klingt, bedeutet für andere viel mehr: Das Ferienlager der Pfarrei St. Matthäus aus Dorsten-Wulfen auf der Nordseeinsel Ameland ist seit Jahrzehnten ein Ort der Begegnung, Gemeinschaft und bleibenden Erinnerungen. Hier entstehen nicht nur Freundschaften, sondern ganze Familiengeschichten.
Von Teilnehmern zu Teamleitern im Ferienlager
Claas Schneider (38), Thomas Ciomek-Fuchs (34) und Sascha Pfeifer (35) engagieren sich seit vielen Jahren für das Lager – heute als Leitungsteam und Küchenchef. Claas und Thomas reisten als Kinder selbst mit, wurden später Betreuer und fanden auf der Insel sogar ihre heutigen Ehefrauen. Gemeinsam mit ihren Familien kehren sie nun regelmäßig zurück, um den Geist des Lagers an die nächste Generation weiterzugeben.
Familienfreundliche Atmosphäre prägt den Aufenthalt auf Ameland
Während der zwei Wochen im Sommer kümmern sich 14 Betreuende um 46 Kinder. Drei Personen übernehmen die Lagerleitung, drei weitere arbeiten in der Küche. Diese großzügige Aufteilung sorgt für entspannte Abläufe, auch wenn das Tagesprogramm dicht getaktet ist. Abends kommen alle zur Teambesprechung zusammen. „Es fühlt sich nicht wie Arbeit an, sondern wie ein Urlaub unter Freunden“, sagt Thomas Ciomek-Fuchs.
Persönliche Entwicklung in jungen Jahren
Für viele Betreuende bedeutet das Lager mehr als Freizeitgestaltung. Es ist ein Ort des Lernens und Wachsens. „Als Kind war ich eher schüchtern“, erinnert sich Thomas. „Durch meine Aufgaben im Lager lernte ich, vor Gruppen zu sprechen und Verantwortung zu übernehmen.“ Diese Erfahrungen beeinflussten seinen Berufsweg – heute arbeitet er als Lehrer.
Generationenübergreifendes Engagement
Viele Kinder von einst kehren als Erwachsene zurück – erst als Betreuer, später mit eigenen Familien. Auch in Corona-Zeiten hielten viele dem Lager die Treue. „Wir waren trotzdem da, haben organisiert und geplant“, erzählt Thomas. Die emotionale Bindung sei so stark, dass viele für die Zeit unbezahlten Urlaub nehmen. Sascha Pfeifer bringt es auf den Punkt: „Ameland ist für mich kein Ferienlager. Es ist Teil meines Lebens.“
Ein Ort für Erinnerungen – und Neuanfänge
Das Ferienlager bleibt über Jahrzehnte ein Fixpunkt. Ehemalige Teilnehmende erinnern sich noch Jahre später an Urkunden und gemeinsame Erlebnisse. Viele besuchen die Insel wieder oder erzählen ihren Kindern von ihren Erfahrungen. Claas Schneider beschreibt dieses Gefühl so: „Es ist nicht nur eine Insel. Es ist ein Gefühl – und manchmal der Anfang von allem.“
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