Kleiderberg statt Feststimmung – Ärger über Zustände am Brauturm

Kartoffelfest mit unerwünschter Kulisse
Schandfleck am Brauturm bleibt. Das Kartoffelfest am Brauturm ist ein gemütliches Herbstvergnügen für die ganze Familie – mit duftenden Reibekuchen, Musik und guter Laune. Doch wer in diesen Tagen den Platz besucht, bekommt neben Bratwurst und Bier auch ein ganz anderes Bild zu sehen: Am Rande des Parkplatzes türmen sich Müllsäcke, alte Kleidung und kaputtes Spielzeug rund um die Altkleidercontainer der Firma Knebel Textilrecycling.
Was einmal als Sammelstelle für gute Zwecke gedacht war, hat sich inzwischen zu einem Dauerärgernis und Schandfleck entwickelt. Besucherinnen und Besucher des Festes zeigen sich entsetzt über die Zustände.
Aus Spenden wird Abfall
Bereits im August berichtete dorsten.live über das wachsende Problem: Vor den Knebel-Containern am Brauturm stapelten sich Kleiderspenden, Tüten und Schuhe, alles durchwühlt, durchnässt und verteilt. Irgendwann später wurden einmal die Kleider entfernt, doch kurze Zeit später quillten die Container erneut über.
Nun ist der Bereich weiter vermüllt. Zerwühlte Kleidersäcke, Kinderjacken, alte Stofftiere, Spielzeug, Schuhe – vieles liegt offen herum, vom Wind verweht und durchnässt vom Regen. Aus den Spenden wurde Abfall. Die Situation sei „kein schöner Anblick für einen Ort, an dem Familien feiern“, hieß es am Wochenende mehrfach von Besuchern des Kartoffelfestes.
Versprechen und Wirklichkeit klaffen auseinander
Besonders bitter: Auf ihrer eigenen Website wirbt die Firma Knebel mit einer „intelligenten Füllstandsüberwachung“. Diese soll angeblich mithilfe von Sensoren und KI-Technologie erkennen, wann ein Container voll ist, um Leerfahrten zu vermeiden und Überfüllungen zu verhindern.
Ein solches System scheint am Brauturm jedoch nicht installiert – oder funktioniert schlichtweg nicht. In Wulfen spricht man inzwischen davon, dass die Firma keine Fahrer habe, um die Container regelmäßig zu leeren.
Ein Festplatz mit Beigeschmack
So blieb beim Kartoffelfest in diesem Jahr ein Beigeschmack. Zwischen Duft von Kartoffelsuppe und frisch gebackenen Reibeplätzchen prägte ein anderer Geruch die Umgebung: der von feuchter Kleidung und Müll.
Ein Besucher brachte es auf den Punkt: „Das ist kein Bild, das man Gästen unserer Stadt bieten möchte.“
Kleidercontainer am Brauturm – die aktuelle Lage
- Betreiber: Knebel Textilrecycling
- Problem: Überfüllte Container, seit Wochen keine zuverlässige Leerung
- Folgen: Vermüllung durch abgestellte Säcke, Kleidung und Spielzeug
- Appell: Spenden bitte nur in leere Container oder an karitative Organisationen abgeben

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Schandfleck am Brauturm bleibt



























