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Schandfleck am Brauturm bleibt

Kleiderberg statt Feststimmung – Ärger über Zustände am Brauturm

Schandfleck am Brauturm bleibt
Ein aktuelles Foto vom Samstag, 11. Oktober, 10 Uhr. Die Container der Firma Knebel sind weiterhin Schandfleck am Brauturm. Auch zum Kartoffelfest blieb Kunden und Besuchern dieser Anblick nicht erspart. Foto: Peter Gallin

Kartoffelfest mit unerwünschter Kulisse

Schandfleck am Brauturm bleibt. Das Kartoffelfest am Brauturm ist ein gemütliches Herbstvergnügen für die ganze Familie – mit duftenden Reibekuchen, Musik und guter Laune. Doch wer in diesen Tagen den Platz besucht, bekommt neben Bratwurst und Bier auch ein ganz anderes Bild zu sehen: Am Rande des Parkplatzes türmen sich Müllsäcke, alte Kleidung und kaputtes Spielzeug rund um die Altkleidercontainer der Firma Knebel Textilrecycling.

Was einmal als Sammelstelle für gute Zwecke gedacht war, hat sich inzwischen zu einem Dauerärgernis und Schandfleck entwickelt. Besucherinnen und Besucher des Festes zeigen sich entsetzt über die Zustände.


Aus Spenden wird Abfall

Bereits im August berichtete dorsten.live über das wachsende Problem: Vor den Knebel-Containern am Brauturm stapelten sich Kleiderspenden, Tüten und Schuhe, alles durchwühlt, durchnässt und verteilt. Irgendwann später wurden einmal die Kleider entfernt, doch kurze Zeit später quillten die Container erneut über.

Nun ist der Bereich weiter vermüllt. Zerwühlte Kleidersäcke, Kinderjacken, alte Stofftiere, Spielzeug, Schuhe – vieles liegt offen herum, vom Wind verweht und durchnässt vom Regen. Aus den Spenden wurde Abfall. Die Situation sei „kein schöner Anblick für einen Ort, an dem Familien feiern“, hieß es am Wochenende mehrfach von Besuchern des Kartoffelfestes.


Versprechen und Wirklichkeit klaffen auseinander

Besonders bitter: Auf ihrer eigenen Website wirbt die Firma Knebel mit einer „intelligenten Füllstandsüberwachung“. Diese soll angeblich mithilfe von Sensoren und KI-Technologie erkennen, wann ein Container voll ist, um Leerfahrten zu vermeiden und Überfüllungen zu verhindern.

Ein solches System scheint am Brauturm jedoch nicht installiert – oder funktioniert schlichtweg nicht. In Wulfen spricht man inzwischen davon, dass die Firma keine Fahrer habe, um die Container regelmäßig zu leeren.


Ein Festplatz mit Beigeschmack

So blieb beim Kartoffelfest in diesem Jahr ein Beigeschmack. Zwischen Duft von Kartoffelsuppe und frisch gebackenen Reibeplätzchen prägte ein anderer Geruch die Umgebung: der von feuchter Kleidung und Müll.
Ein Besucher brachte es auf den Punkt: „Das ist kein Bild, das man Gästen unserer Stadt bieten möchte.“


Kleidercontainer am Brauturm – die aktuelle Lage

  • Betreiber: Knebel Textilrecycling
  • Problem: Überfüllte Container, seit Wochen keine zuverlässige Leerung
  • Folgen: Vermüllung durch abgestellte Säcke, Kleidung und Spielzeug
  • Appell: Spenden bitte nur in leere Container oder an karitative Organisationen abgeben

dorsten.live

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Schandfleck am Brauturm bleibt

Peter Gallin
Peter Gallin
Peter Gallin: Ihr Redakteur bei dorsten.live. Ich bin Peter Gallin und seit vielen Jahren im Lokaljournalismus tätig. Von 1988 bis 2000 war ich Redakteur beim Stadtspiegel Dorsten und habe den Stadtspiegel Haltern redaktionell mit aufgebaut. Zwischen 2011 und 2016 haben mich viele Leserinnen, Leser und Unternehmer als Redakteur und Medienberater der Lokallust Dorsten und Lokallust Haltern am See kennengelernt. Jetzt widme ich mich mit voller Energie dorsten.live. Dieses Onlinemagazin bringt aktuelle Nachrichten und Einblicke aus Dorsten – modern, authentisch und nah an den Menschen.

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