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Schornstein am Brauturm verschwindet

Rückbau eines Wulfener Wahrzeichens hat begonnen

Schornstein am Brauturm verschwindet
Jahrzehntelang prägte der Schornstein das Bild des Brauturms – nun verschwindet das Wahrzeichen aus Sicherheitsgründen. Foto: Bludau

Schornstein am Brauturm verschwindet. Am Montagmorgen (4. Mai) haben auf dem Gelände des Wulfener Brauturms die Arbeiten zum Rückbau des Schornsteins begonnen. Das prägende Bauwerk, das über Jahrzehnte das Erscheinungsbild des Areals bestimmte, wird aktuell mit einem Hubsteiger und in Handarbeit Stück für Stück abgetragen.

Wahrzeichen mit Geschichte

Für viele Bürgerinnen und Bürger galt der Schornstein als Symbol der Wulfener Industriegeschichte. In Zukunft wird man ihn nur noch in der Erinnerung als eines der Wahrzeichen des Stadtteils wiederfinden.

Der Schornstein steht in unmittelbarer Nähe zu den verbliebenen Gebäuden der ehemaligen Rose-Brauerei. Diese prägte den Standort seit 1903, ihre Ursprünge reichen sogar bis ins Jahr 1879 zurück. Aus einer Landbrauerei entwickelte sich damals ein wachsender Betrieb, der das wirtschaftliche Leben in Wulfen über Jahrzehnte mitgestaltete.

Vom Brauereistandort zum Einkaufszentrum

Mit dem Ende der Bierproduktion im Jahr 1991 begann ein Strukturwandel: Teile der Anlage – darunter auch der Schornstein – blieben erhalten und wurden in ein Einkaufszentrum integriert. Der Name „Brauturm“ etablierte sich als Treffpunkt und erinnert bis heute an die industrielle Vergangenheit.

Wichtige Stationen:

  • 1879: Ursprung als Landbrauerei
  • 1903: Ausbau zur Rose-Brauerei
  • 1991: Ende der Bierproduktion
  • ab den 1990er-Jahren: Umwandlung zum Einkaufsstandort
Schornstein am Brauturm verschwindet
Der markante Schornstein am Wulfener Brauturm wird aktuell Stück für Stück per Hand und mit Hubsteiger zurückgebaut. Foto: Bludau

Rückbau aus Sicherheitsgründen

Der Abriss des Schornsteins erfolgt aus Sicherheitsgründen. Nach Angaben vor Ort ist das Bauwerk baufällig und stellt ein Risiko dar.

„Es ist schon ein schmerzhafter Anblick zu sehen, wie dieses markante Wahrzeichen langsam verschwindet. Aber leider ist der Schornstein baufällig und muss nun aus Sicherheitsgründen zurückgebaut werden“, erklärt Alexandros „Alex“ Tassios.

Wie dringend die Maßnahme ist, zeigte sich bereits am 25. Januar: Die Feuerwehr Dorsten musste einen absturzgefährdeten Metallring am Schornstein sichern.

Gastronomie bleibt bestehen

Trotz der laufenden Arbeiten bleibt das Gelände weiterhin belebt. Auf dem Areal befindet sich unter anderem das Steakhaus „Maredo Beef & Beer“, betrieben von den Brüdern Alexandros und Christos Tassios.

Erinnerung bleibt erhalten

Auch wenn der Schornstein verschwindet, bleibt der Brauturm als Ort bestehen. Mit ihm lebt die Erinnerung an die bewegte Geschichte der Wulfener Brauerei und die industrielle Entwicklung des Stadtteils weiter.


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Schornstein am Brauturm verschwindet

Peter Gallin
Peter Gallin
Peter Gallin: Ihr Redakteur bei dorsten.live. Ich bin Peter Gallin und seit vielen Jahren im Lokaljournalismus tätig. Von 1988 bis 2000 war ich Redakteur beim Stadtspiegel Dorsten und habe den Stadtspiegel Haltern redaktionell mit aufgebaut. Zwischen 2011 und 2016 haben mich viele Leserinnen, Leser und Unternehmer als Redakteur und Medienberater der Lokallust Dorsten und Lokallust Haltern am See kennengelernt. Jetzt widme ich mich mit voller Energie dorsten.live. Dieses Onlinemagazin bringt aktuelle Nachrichten und Einblicke aus Dorsten – modern, authentisch und nah an den Menschen.

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