Massenkeulung in Dorsten wegen Vogelgrippe-Verdacht

Vorsorgliche Tötung von 14.000 Puten
Seit Dienstagnachmittag (18. November) werden auf einem Putenmastbetrieb in Dorsten rund 14.000 Tiere vorsorglich getötet. Der Grund: Der Verdacht auf einen Ausbruch der Vogelgrippe Dorsten. Die betroffenen Tiere werden nach und nach von einer Fachfirma getötet, auf Lastwagen verladen und abtransportiert. Laut Kreisveterinäramt handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, um eine mögliche Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Testergebnis soll am Mittwoch folgen
Ein endgültiges Testergebnis des Friedrich-Löffler-Instituts wird für Mittwoch erwartet. Erst dann steht fest, ob tatsächlich das hoch ansteckende Virus H5N1 für den Verdacht verantwortlich ist. Dieses Virus gilt als besonders gefährlich für Geflügelbestände, kann aber auch auf Wildvögel übergreifen. Bis zur Bestätigung bleiben alle Sicherheitsmaßnahmen aufrechterhalten.

Sicherheitsvorkehrungen und Sperrzonen
Um eine mögliche Ausbreitung einzudämmen, haben die Behörden in Dorsten vorsorglich Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet. In diesen Gebieten gelten strenge Auflagen für Landwirte und Tierhalter. Dazu zählen Stallpflicht, Kontaktverbote zwischen Geflügelbetrieben sowie Desinfektionsmaßnahmen an allen Ein- und Ausfahrten. Die Bevölkerung wurde gebeten, tote Wildvögel nicht anzufassen und Funde umgehend zu melden.
Großes Tierleid trotz Vorsicht
Auch wenn der Verdacht auf die Vogelgrippe Dorsten noch nicht bestätigt ist, sorgt die Tötung der Tiere für Bestürzung. Für den betroffenen Landwirt bedeutet die Maßnahme einen massiven wirtschaftlichen Schaden. Die Behörden verweisen jedoch auf die Notwendigkeit des Handelns: Nur durch schnelles Eingreifen könne verhindert werden, dass sich die Vogelgrippe auf andere Betriebe in der Region ausbreitet.
Blick auf die Region
In den vergangenen Jahren war auch das Münsterland mehrfach von Fällen der Vogelgrippe betroffen. Die Behörden mahnen erneut zur Wachsamkeit. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn Wildvögel in die Region ziehen, steigt das Risiko von Einschleppungen deutlich.
Quelle und Fotos: Bludau
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