Gesamtschule Wulfen erhält Auszeichnung in Berlin

Alle Augen auf Berlin
Wulfener Schule stärkt Berufsorientierung. Es sind große Worte, die im „Haus der Deutschen Wirtschaft“ fallen, wenn bundesweit Schulen für ihre Arbeit ausgezeichnet werden. Mittendrin: die Gesamtschule Wulfen. Bereits zum zweiten Mal reiste sie zur Siegel-Akademie – einem Treffen, bei dem Ideen, Projekte und zukunftsweisende Konzepte der beruflichen Orientierung aufeinandertreffen.
Da nicht das gesamte Team teilnehmen konnte, vertrat Lukas Wicik die Schule an beiden Veranstaltungstagen. Für ihn bedeutete der Bundesnetzwerktag nicht nur Austausch auf Augenhöhe, sondern auch die Präsentation der Arbeit, die seit 2023 an der GSW entstanden ist.
Virtuelle Besuche im Beruf
Die Mühe zahlte sich aus. Für ihr Engagement erhielt die Gesamtschule Wulfen eine VR-Brille samt Videolizenz – nicht als symbolische Geste, sondern als Werkzeug. Virtuelle Betriebsbesichtigungen sollen künftig zeigen, wie moderne Arbeitswelten aussehen.
Ob Handwerk, Gesundheitswesen oder IT: Schülerinnen und Schüler können künftig in Berufsbilder eintauchen, ohne die Schule zu verlassen. Ein Fortschritt, der die Orientierung deutlich erleichtert und ein Stück Realität in den Unterricht holt.
Austausch statt Theorie
Im Workshop „Digitale Berufliche Orientierung für Berufswahl-Siegel-Schulen“ ging es nicht um hohle Konzepte. Vielmehr wurden Ideen gesammelt, ausprobiert und diskutiert.
„Wie setzen wir digitale Tools im Schulalltag sinnvoll ein? Wie begleiten wir Jugendliche auf dem Weg zu ihrem Beruf?“, fasst Schulleiter Hermann Twittenhoff den Kern des Treffens zusammen. Vertreten waren Akteure aus verschiedenen Bundesländern – Lehrkräfte, Bildungseinrichtungen und Schulen, die dasselbe Ziel verfolgen: jungen Menschen eine tragfähige berufliche Perspektive bieten.
Inhalte, die nicht im Ordner verstauben
Lukas Wicik, der das Projekt gemeinsam mit Katrin Pissarczyk verantwortet, macht deutlich: Die Ergebnisse bleiben nicht im Workshopraum. „Die Erkenntnisse fließen direkt in einen Praxisleitfaden ein“, erklärt er.
Pissarczyk ergänzt, worauf es ihr besonders ankommt: „Wir müssen digitale Instrumente nach Komplexitätsgrad sortieren, unsere Schule kontinuierlich betreuen – vor Ort oder virtuell – und Netzwerke mit anderen Schulen pflegen.“ Teil des Plans ist zudem eine Selbstevaluation, um regelmäßig zu prüfen, ob die Maßnahmen tatsächlich wirken.
Eine Entscheidung, die Lebenswege prägt
Für Hermann Twittenhoff ist die Thematik mehr als ein Projekt. „Die Berufswahl gehört zu den folgenreichsten Entscheidungen im Leben junger Menschen“, betont er. Wer von der Schule in den Beruf wechselt, stellt die Weichen für sein zukünftiges Leben – Chance oder Stolperstein, je nach Vorbereitung.
Darum brauche es eine enge Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus, Berufsberatung und Wirtschaft. Nur so könne der Start ins Berufsleben gelingen – gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte fehlen.
Qualität, die zertifiziert wird
Das Berufswahl-Siegel zeichnet Schulen aus, die sich nicht nur bemühen, sondern nachweislich einen hohen Standard der Berufsorientierung bieten. Dazu gehören gemeinsame Qualitätskriterien, Netzwerkveranstaltungen und ein Blick auf aktuelle bildungspolitische Entwicklungen.
Die Vorgaben des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss – Neues Übergangssystem Schule-Beruf in NRW“ sind fest im Kriterienkatalog verankert. Wer das Siegel trägt, verpflichtet sich zu Kontinuität – nicht zu Momentaufnahmen.
Signal für moderne Zukunftsarbeit
Mit der erneuten Teilnahme in Berlin und der Auszeichnung für ihr digitales Projekt setzt die Gesamtschule Wulfen ein deutliches Zeichen. Sie zeigt, dass moderne Berufsorientierung nicht nur auf Messen und in Broschüren stattfindet, sondern im Alltag der Jugendlichen – greifbar, verständlich, digital.
Schlagworte: Gesamtschule Wulfen, Berufswahl-Siegel, Digitale Berufsorientierung, Berlin, Siegel-Akademie, VR-Brille, Bildung, Fachkräftemangel, Schulprojekt, Haus der Deutschen Wirtschaft

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