Vier Tage Kunst, Musik und Begegnung: Das artpark Sommerfestival 2026 steht fest

Festivalstimmung trotz schwerer Diagnose: artpark Hoher Berg plant großes Sommerfestival 2026
Der Schock sitzt tief. Vor wenigen Wochen erhielten der bekannte Künstler Bernd Caspar Dietrich und seine Frau Hella Sinnhuber eine schlimme Nachricht: Bei Dietrich wurde Krebs diagnostiziert. Doch Aufgeben kommt für das Künstlerpaar nicht infrage. Statt sich zurückzuziehen, richten sie den Blick nach vorne – und auf das nächste große Projekt im artpark Hoher Berg. Vom 18. bis 21. Juni 2026 soll das artpark Sommerfestival stattfinden. Vier Tage lang verwandelt sich das weitläufige Gelände in Schermbeck erneut in einen Ort für Kunst, Musik, Begegnung und kreative Experimente unter freiem Himmel.
artpark Sommerfestival 2026 setzt Zeichen für Kultur und Begegnung
Wer den artpark kennt, weiß: Hier geht es selten um klassische Ausstellungen. Vielmehr versteht sich das Gelände als offener Raum für Austausch, neue Ideen und ungewöhnliche Perspektiven. Das Motto bleibt auch 2026 unverändert provokant: „Demokratie braucht Kultur und Kultur braucht Anarchie.“
Zwischen Atelier, Ausstellungshalle, Naturflächen und einer zehn Meter breiten Open-Air-Bühne entsteht ein Kulturfestival, das sich bewusst zwischen Kunstprojekt, Werkstatt und gesellschaftlichem Labor bewegt. Besucherinnen und Besucher erwartet ein Programm für Familien, Kunstinteressierte, Neugierige und alle, die Lust auf inspirierende Begegnungen haben.
Besonders wichtig bleibt dabei die Verbindung von Kunst und Natur. Pagodenzelte, barrierefreie Zugänge, Führungen und zahlreiche Mitmachangebote schaffen eine Atmosphäre, die weit über ein gewöhnliches Festival hinausgeht.

Nachhaltigkeit und kreative Handwerkskunst zum Auftakt
Der Donnerstag, 18. Juni, steht ganz im Zeichen nachhaltiger Kulturtechniken. Bereits rund 30 Studierende der Westfälischen Hochschule haben ihr Kommen angekündigt.
Auf dem Programm stehen Workshops rund um Pflanzenfarben, Rohwolle und historische fotografische Verfahren wie den Eisenblaudruck. Dabei geht es nicht nur ums Zuschauen, sondern vor allem ums Mitmachen und Ausprobieren.

Hochkarätige Fotokunst und experimentelle Ausstellungen
Der Freitag beginnt ab 15 Uhr mit Führungen, Kunstprojekten und Filmvorführungen. Höhepunkt des Tages ist die Vernissage um 17 Uhr.
Zu den Gästen zählt der Münchner Fotograf David Eicher. Seine Bildserie „Rückseite des Moments“ beschäftigt sich mit anonymen Fundstücken und privaten Fotografien, die er in neue, beinahe surreale Bildwelten überführt.
Ebenfalls vertreten ist der Duisburger Medienkünstler Karl Banski. Mit seiner Werkserie „Kodek“ verbindet er Fotografie, digitale Prozesse und Landschaftsmalerei zu ungewöhnlichen Bildexperimenten.
Darüber hinaus zeigen Hella & Bernd, die Machwerkstatt sowie das Künstlerkollektiv Kegelrobben ihre Arbeiten. Das basisdemokratisch organisierte Kollektiv setzt bewusst auf gemeinschaftliche Kunstprozesse, Ironie und gesellschaftliche Reibung.

Musik, Open Stage und Klang Qi Gong
Am Samstag rückt die Musik in den Mittelpunkt. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland haben bereits zugesagt.
Mit dabei ist erneut der lyrische Punkmusiker Reinhard Wolf, vielen besser bekannt als Schlaffke & Zwakkelmann. Auch AnnaLOG aus Hamburg, Heike Gebhardt aus Köln gemeinsam mit Simon Schomäcker sowie die Indierock-Band Mrs. Pope werden auf der Open-Air-Bühne erwartet.
Für musikalische Vielfalt sorgt außerdem die Formation Practise Once aus der Emscher-Lippe-Region mit einer Mischung aus Soul, Jazz und Blues.
Bereits am Nachmittag startet ein besonderes Angebot: Beim Workshop „Klang Qi Gong“ verbinden die ehemalige WDR4-Moderatorin Anne Suchalla und Lu Brincks Bewegung, Klang und Kunst. Die Teilnehmerzahl ist auf sechs Personen begrenzt. Anmeldungen sind per E-Mail an info@artpark.nrw möglich.
Entspannter Ausklang zwischen Kunst und Natur
Der Sonntag beginnt ab 11 Uhr mit einem gemeinsamen DIY-Brunch, Führungen und offenen Begegnungen auf dem Gelände. Statt eines klassischen Abschlusses setzt das Festival auf gemeinsames Verweilen, Gespräche und neue Kontakte.
Gerade vor dem Hintergrund der schweren Erkrankung von Bernd Caspar Dietrich erhält das Festival eine besondere Bedeutung. Es steht für Zusammenhalt, kreative Energie und die Überzeugung, dass Kultur auch in schwierigen Zeiten Menschen verbinden kann.
Eintritt wird auch 2026 nicht erhoben. Der artpark bleibt seinem Grundsatz treu: Alle Angebote sind kostenfrei, Spenden sind willkommen.
Festivalinformationen
artpark Sommerfestival 2026
18. bis 21. Juni 2026
artpark Hoher Berg
Hoher Berg 15
46514 Schermbeck
Anmeldung Workshops:
info@artpark.nrw
Eintritt frei – Spenden willkommen

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