Dorsten zeigt Haltung: Kundgebung am Tag der Deutschen Einheit
Bündnis ruft zu Kundgebung auf dem Dorstener Marktplatz auf
So sah der Dorstener Marktplatz aus, nachdem Faschisten und Rechtsradikale das gesamte Land und nahezu ganz Europa zerstört hatten. Das Bündnis „Wir in Dorsten gegen rechts“ sowie ein Großteil der Dorstener Bevölkerung will eine Wiederholung der Geschichte verhindern. Foto: Privat
Am Tag der Deutschen Einheit soll auf dem Dorstener Marktplatz ein sichtbares Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gesetzt werden. Das Bündnis „Wir in Dorsten gegen rechts“ ruft für Samstag, 3. Oktober, zu einer öffentlichen Kundgebung unter dem Motto „Dorsten zeigt Haltung – AfD stoppen“ auf. Beginn ist um 17.30 Uhr.
Nach Angaben der Veranstalter richtet sich der Aufruf an Menschen aller Generationen, die sich für Toleranz, Respekt, Vielfalt und die demokratische Grundordnung einsetzen möchten.
Wahlergebnisse als Anlass der Kundgebung
Als Anlass nennt das Bündnis unter anderem die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 6. September. Dort wurde die AfD mit 43,8 Prozent der Stimmen stärkste Kraft und verfehlte die absolute Mehrheit im Landtag um drei Sitze. Auch in Mecklenburg-Vorpommern konnte die Partei zuletzt Stimmen hinzugewinnen.
Nach Auffassung des Bündnisses seien diese Entwicklungen auch über die Landesgrenzen hinaus von Bedeutung. Mit Blick auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im kommenden Jahr wolle man deshalb bereits jetzt öffentlich Stellung beziehen.
Diskussion über Demokratie und soziale Fragen
Die Veranstalter kündigen mehrere Redebeiträge an. Dabei soll es nicht nur um die Kritik an der AfD gehen. Thematisiert werden sollen auch soziale Ungerechtigkeit, die Enttäuschung vieler Menschen über politische Entscheidungen sowie die Frage, wie gesellschaftliche Probleme und Demokratiefeindlichkeit zusammenhängen.
Nach Angaben des Bündnisses dürften soziale Missstände nicht ausgeblendet werden. Gleichzeitig müsse verhindert werden, dass Forderungen der AfD von anderen Parteien übernommen würden. Auch Vertreter der demokratischen Parteien seien eingeladen worden, ihre Positionen darzulegen.
Bündnis setzt auf friedliches Zeichen
Ralph Gorski, Sprecher des Bündnisses, wirbt für eine breite Beteiligung:
„Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie lebt davon, dass Menschen aufstehen: laut, friedlich, gemeinsam. Und sie verteidigen. Am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, stehen wir gemeinsam auf dem Marktplatz. Kommen Sie dazu.“
Ralph Gorski, Sprecher des Bündnisses „Wir in Dorsten gegen rechts“
Die Kundgebung soll nach Angaben der Organisatoren friedlich verlaufen und ein Zeichen für eine offene und solidarische Stadtgesellschaft setzen.
Das Bündnis stellt sich vor
„Wir in Dorsten gegen rechts – Für Toleranz, Respekt und Vielfalt“ ist ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern aus Dorsten. Das Bündnis engagiert sich nach eigenen Angaben gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung und setzt sich für eine tolerante, vielfältige und demokratische Stadtgesellschaft ein.
Olaf Hellenkamp, Vollblut-Journalist mit tiefer Verwurzelung in Dorsten und der Herrlichkeit. Viele Jahre war er das Gesicht des Stadtspiegels in Dorsten, jetzt ist er der verantwortliche Redakteur bei Dorsten.live – dem jungen, frechen Auftritt im Netz und einmal monatlich gedruckt als Magazin. Von Lembeck aus hat Olaf Hellenkamp ganz Dorsten im Blick.
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