Dorsten setzt auf junge Mitgestaltung: Kinder erleben soziales Engagement

Kinder lernen soziales Handeln
Kinderbürgermeister besuchen Dorstener Tafel. An einem der heißesten Tage des Jahres tauschten Dorstens Kinderbürgermeister Mia Henkel und Elyas Tiemann ihre Schulranzen gegen Kisten und Kartons. Gemeinsam besuchten sie die Dorstener Tafel und packten selbst mit an. Damit wollten sie erfahren, wie Lebensmittelspenden organisiert werden und welche Bedeutung ehrenamtliche Arbeit für Menschen in Not hat.
Trotz der hohen Temperaturen zeigten Mia und Elyas vollen Einsatz. Sie brachten Neugier, Energie und viel Herz mit. Unterstützt wurden sie von Tim Skowronek von der Abteilung Jugendförderung im Amt für Familie und Jugend der Stadt Dorsten.
So funktioniert die Dorstener Tafel
Herbert Rentmeister, Vorsitzender der Dorstener Tafel, nahm sich Zeit, den beiden jungen Gästen die Abläufe zu erklären. Er zeigte, wie gespendete Lebensmittel sortiert, gelagert und verteilt werden. Zudem erklärte er, dass das Angebot stark von saisonalen Schwankungen abhängt.
„Wir sind beeindruckt, wie viel Arbeit dahintersteckt“, sagte Elyas. Mia ergänzte: „Es war schön zu sehen, wie viele Menschen hier helfen, damit andere etwas zu essen haben.“
Danach ging es für Mia und Elyas ans Sortieren von Obst und Gemüse. Mit Freude und Neugier halfen sie beim Verpacken – auch wenn nicht jede Gemüsesorte auf Anhieb zuzuordnen war.
Kinderbürgermeister leben Mitgefühl
Die Idee für den Besuch entstand bereits im vergangenen Herbst. Damals hatten Mia und Elyas an einer öffentlichen Ratssitzung teilgenommen. Dort wurde ein städtischer Zuschuss für den Betrieb der Tafel beschlossen. Dieser Moment weckte ihren Wunsch, die Menschen hinter der Tafel kennenzulernen und zu verstehen, wie Hilfe konkret aussieht.
„Kinder und Jugendliche an gesellschaftliche Themen heranzuführen, ist unser Ziel“, sagte Eden Fähnrich-Winkel, Leiterin der Jugendförderung. Sie lobte die Eigeninitiative der Kinderbürgermeister: „Sie wollten nicht nur zuschauen, sondern selbst mit anpacken. So wächst Verantwortung.“
Engagement macht Mut für die Zukunft
Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigte sich beeindruckt. „Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Neugier und Empathie Mia und Elyas unterwegs sind. Ihr Engagement macht Mut für die Zukunft.“ Gleichzeitig dankte er dem Team der Dorstener Tafel, das den Besuch möglich gemacht hatte.
Herbert Rentmeister freute sich ebenfalls: „Dass Kinder wie Mia und Elyas sich für unsere Arbeit interessieren, zeigt, dass die nächste Generation hinschaut und mitdenkt. Wir heißen sie jederzeit wieder willkommen.“
Hilfe, die Leben verändert
Die Dorstener Tafel versorgt aktuell rund 1.300 Menschen in fast 500 Haushalten mit Lebensmitteln. Darunter sind viele Familien mit Kindern. Mehr als 70 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgen Woche für Woche dafür, dass niemand hungrig bleibt.
Weitere Informationen zur wichtigen Arbeit der Dorstener Tafel finden Interessierte unter www.dorstener-tafel.de.

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