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Mittwoch, 21. Februar, 2024

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Weihbischof Lohmann sammelt mit Umweltschützern Müll in Dorsten

Mit Greifer, Handschuhen und Müllsack ausgestattet

Zusammen mit Weihbischof Lohmann sammelten Umweltschützer  unzählige Zigarettenkippen, Glasflaschen, Scherben und Tetrapacks in Dorsten.
23,47 Kilo Unrat haben die elf Müllsammlerinnen und -sammler, unter ihnen auch Weihbischof Rolf Lohmann (dritter von links), Nils Huxoll (zweiter von links), Bürgermeister Tobias Stockhoff (dritter von rechts) und Pfarrer August Hüsing (fünfter von rechts), in der kurzen Zeit zusammengetragen. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe
Unzählig viele Zigarettenkippen, leere und gefüllte Glasflaschen, Scherben, Tetrapacks sowie zwei Kleiderbügel. Das sind nur einige unliebsame Hinterlassenschaften in den Grünanlagen am Lippetal in Dorsten.

„Hier kann man jeden zweiten Tag vorbeigehen, Müll aufsammeln und es sieht immer wieder so aus“, bedauert Nils Huxoll. Vor knapp einem Jahr hat der 35-Jährige die Initiative „Müllfrei Dorsten“ gegründet. Er wollte es nicht hinnehmen, dass so viel Müll auf dem Boden liegt und ist aktiv geworden. Inzwischen haben sich 52 Frauen und Männer der Gruppe angeschlossen. Einmal wöchentlich treffen sie sich an unterschiedlichen Orten in Dorsten und sammeln den Unrat auf, der auf den Wegen oder in den Büschen von unachtsamen Zeitgenossen entsorgt wird. „Nicht meckern, sondern einfach machen – das ist unsere Devise“, sagt Huxoll.

Prominente Unterstützung

An diesem Tag erhält die Gruppe prominente Unterstützung. Auf Einladung von Bürgermeister Tobias Stockhoff trifft sich Weihbischof Rolf Lohmann mit Aktiven aus unterschiedlichen Umweltgruppen in Dorsten und packt mit an. Ausgestattet mit Handschuhen, Greifer und Müllsack unterstützt er die Engagierten und staunt nicht schlecht, was sich alles findet. „Das ist nicht zu glauben, wie achtlos manche Menschen mit der Natur umgehen“, sagt Lohmann entrüstet. Ökologische Themen liegen dem Regionalbischof für das Kreisdekanat Recklinghausen sowie Umweltbischof der Deutschen Bischofskonferenz besonders am Herzen. Deshalb freue er sich, in Dorsten mit den handelnden Personen ins Gespräch zu kommen.

Zusammen mit Weihbischof Lohmann sammelten Umweltschützer  unzählige Zigarettenkippen, Glasflaschen, Scherben und Tetrapacks in Dorsten.
Beim Müllsammeln kamen Nils Huxoll, Gründer der Gruppe „Müllfrei Dorsten“, Weihbischof Rolf Lohmann und Niels Ribbrock, stellvertretende Geschäftsführung der Biologischen Station Kreis Recklinghausen, ins Gespräch. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Nach rund gut einer halben Stunde im Nieselregen erstaunt das Sammelergebnis: 23,47 Kilo Unrat haben die elf Müllsammlerinnen und -sammler in der kurzen Zeit zusammengetragen. „Man sieht deutlich, dass solche Einsätze sein müssen“, ist Lohmann überzeugt. Doch „Müllfrei Dorsten“ ist nicht die einzige Aktion. „Einmal jährlich finden die ‚Besentage‘ statt, an denen sich bis zu 2500 Menschen aus Dorsten beteiligen. Ebenso sammelt die ‚Dorstener Arbeit‘ im Auftrag der Stadt regelmäßig Müll“, informiert Stockhoff. Foto:

Sensibilisierung von Kindern zum Umweltschutz

Im anschließenden Gespräch tauschten sich die Aktiven mit dem Weihbischof über verschiedene Themen aus. Die Bandbreite reichte von der frühzeitigen Sensibilisierung von Kindern zum Umweltschutz über die gemeinsame Nutzung von Gebäuden sowie E-Mobilität bis hin zu konkreten Projekten und Möglichkeiten, die das Bistum Münster für ein nachhaltiges Wirtschaften forciert. „Im Bistum ist es in Absprache nun möglich, Photovoltaik-Anlagen beispielsweise auf Kirchendächern zu installieren“, erläuterte der Weihbischof. Ein Aspekt sei zudem, dass der Umweltschutz und die soziale Frage zusammen gehörten und nicht getrennt voneinander betrachtet werden dürften. Ebenso sei das gemeinsame Gespräch mit verschiedenen Akteuren im Klimaschutz ein wichtiger Baustein, damit die Bewegung weitergehe. Dies sei in Dorsten gegeben, denn die ökologischen Gruppen seien miteinander im Austausch, erfuhr der Weihbischof. Am Ende des Gesprächs dankte er allen für ihren Einsatz.

Quelle: pbm/mek

Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp, 52 Jahre, Vollblut-Journalist mit tiefer Verwurzelung in Dorsten und der Herrlichkeit. Viele Jahre war er das Gesicht des Stadtspiegels in Dorsten, jetzt ist er der verantwortliche Redakteur bei Dorsten.live – dem jungen, frechen Auftritt im Netz und einmal monatlich gedruckt als Magazin. Von Lembeck aus hat Olaf Hellenkamp ganz Dorsten im Blick. ✉️ olaf.hellenkamp@dorsten.live 📞 02362 9193-16

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