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Sonntag, 16. Juni, 2024

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Centspende: Kreis-Beschäftigte übergeben 5.400 Euro

Centspende kommt Menschen im Kreisgebiet zugute

5.400 Euro für gute Zwecke: Die Beschäftigten der Kreisverwaltung unterstützen in diesem Jahr sechs ganz unterschiedliche Gruppen mit ihrer Centspende.
Centspende 2024: Die Spendenempfänger freuen sich über insgesamt 5.400 Euro. Foto: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister

5.400 Euro für gute Zwecke: Die Beschäftigten der Kreisverwaltung unterstützen in diesem Jahr sechs ganz unterschiedliche Gruppen mit ihrer Centspende.

„Es ist immer wieder toll zu sehen, was es an vielfältigem Engagement im Kreis gibt“, sagte Landrat Bodo Klimpel bei der Scheckübergabe. Die Personalratsvorsitzende Martina Pestke ergänzte: „Ich bin absolut beeindruckt, dass wir in den mittlerweile zwanzig Jahren noch keinen Spendenempfänger doppelt hatten, weil den Kolleginnen und Kollegen immer neue gemeinnützige Organisationen einfallen.“

Beschäftigte verzichten auf Centbeträge

Viele Beschäftigte bei der Kreisverwaltung verzichten jeden Monat auf die Centbeträge hinter dem Komma. „Für die einzelnen ist es nicht viel, aber in der Summe kommt dann doch ein ordentlicher Betrag zusammen. In diesem Jahr haben wir 5.400 Euro, die wir auf die sechs Gruppen verteilen können“, bilanzierte Dorothee Babst, die als stellvertretende Personalratsvorsitzende die Centspende organisiert. Die Beschäftigten machen selbst Vorschläge für die Spendenempfänger, ehe auf der Personalversammlung von allen Mitarbeitern darüber abgestimmt wird.

In diesem Jahr freuen sich die Eisenbahner Zauberbande, der Hospizverein Marl e.V., das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V., das Frauenhaus Recklinghausen e.V., der Kinderschutzbund Kreis Recklinghausen e.V. und der Zaubergarten Marl jeweils über 900 Euro.

Die Empfänger der Centspende

5.400 Euro für gute Zwecke: Die Beschäftigten der Kreisverwaltung unterstützen in diesem Jahr sechs ganz unterschiedliche Gruppen mit ihrer Centspende.
Christoph Drozda freut sich über die Finanzspritze für die Eisenbahner Zukunftsbande der ETG. Mit ihm freuen sich Dorothee Babst und Martina Pestke vom Personalrat, Landrat Bodo Klimpel und Sandra Loffeld, die die Eisenbahner Zukunftsbande vorgeschlagen hatte. Foto: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister

Die Eisenbahner Zauberbande bringt Kindern mit Entwicklungsstörungen den Handballsport näher. Sie ist vor einem Jahr ins Leben gerufen worden und Teil der „Glücksliga“, in der aktuell bundesweit 22 Mannschaften spielen. Ziel ist es, positive Gemeinschaften aufzubauen, in denen sich jedes Kind ‚wie ein Held‘ fühlen kann. Durch die Glücksliga-Programme wird der Teamgeist gefördert. Aktuell kommt der Zauberbande jede Spende wie gerufen, da im Oktober ein GlücksligaCamp in Kiel für die Kids und Eltern geplant ist. Die Eltern bekommen ein Entspannungs-Wochenende und die Kinder dürfen im Leistungszentrum des THW-Kiel trainieren.

5.400 Euro für gute Zwecke: Die Beschäftigten der Kreisverwaltung unterstützen in diesem Jahr sechs ganz unterschiedliche Gruppen mit ihrer Centspende.
900 Euro für den Hospizverein Marl nahmen Berti Oberholz (links) und Josef Vortmann (rechts) von Dorothee Babst, Martina Pestke (beide Personalrat) und Landrat Bodo Klimpel entgegen. Foto: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister

Der Hospizverein Marl e.V. ist seit 2005 als ambulanter Hospizdienst ehrenamtlich tätig. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Begleitung und Unterstützung schwerkranker Menschen und ihrer Angehörigen in der vertrauten Umgebung. Ehrenamtliche besuchen schwerstkranke und sterbende Menschen zu Hause, in Pflegeheimen oder Krankenhäusern, haben ein offenes Ohr, beraten zu Fragen palliativer Versorgung und unterstützen bei Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten. Trauernde werden intensiv begleitet und unterstützt. Die Begleitung ist kostenlos und erfolgt unabhängig von Religionszugehörigkeit, politischer Weltanschauung oder Nationalität.

5.400 Euro für gute Zwecke: Die Beschäftigten der Kreisverwaltung unterstützen in diesem Jahr sechs ganz unterschiedliche Gruppen mit ihrer Centspende.
Sebastian Flecken vom Bündnis gegen Depression nahm die Centspende von Landrat Bodo Klimpel, Martina Pestke und Dorothee Babst (beide Personalrat) und Astrid Roth entgegen, die das Bündnis für die Centspende vorgeschlagen hatte. Foto: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister

Das „Deutsche Bündnis gegen Depression e.V.“ entstand im Rahmen des „Kompetenznetzes Depression, Suizidalität“ und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Im Rahmen von regionalen Bündnissen wird dabei versucht, durch gleichzeitige Intervention auf mehreren Ebenen die Versorgungssituation für depressiv erkrankte Menschen zu verbessern und auf diese Weise auch Suizide und Suizidversuche zu verhindern. Die Aktivitäten der Bündnisse umfassen zum Beispiel Kampagnen zur Aufklärung in der Region, Selbsthilfegruppen, Veranstaltungen, Bewegungs- und Kreativangebote sowie Schulungen von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen. Das Bündnis gegen Depression in Recklinghausen schafft viele Angebote, organisiert zum Beispiel unterschiedliche Informationsveranstaltungen, Kinoabende im Cineworld oder zuletzt das Projekt „Tango meets depression“.

5.400 Euro für gute Zwecke: Die Beschäftigten der Kreisverwaltung unterstützen in diesem Jahr sechs ganz unterschiedliche Gruppen mit ihrer Centspende.
Anne Meiworm (rechts) nahm die Spende für das Frauenhaus Recklinghausen entgegen. Den Scheck überreichten (v.l.) Martina Pestke, Dorothee Babst (beide Personalrat) und Landrat Bodo Klimpel. Foto: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister

Das Frauenhaus Recklinghausen ist ein autonomes Frauenhaus. Es ist Zufluchtsort und Anlaufstelle für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Diese haben oft jahrelange Misshandlungen und Demütigungen von ihnen vertrauten Menschen in ihrem Zuhause erlebt – einem Ort, an dem sie sich sicher fühlen sollten. Durch individuelle Unterstützungsangebote sollen die Frauen gestärkt werden, um wieder selbstbestimmt Entscheidungen für ihren eigenen weiteren Lebensweg und den ihrer Kinder treffen zu können. Das Frauenhaus ist auf Spenden angewiesen.

Inge Jansen (re.) freut sich über 900 Euro für den Kinderschutzbund, die ihr Martina Pestke, Dorothee Babst (beide Personalrat) und Landrat Bodo Klimpel überreichten. Foto: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister

Der Kinderschutzbund Kreisverband Recklinghausen e.V. hat eine kinderfreundliche Gesellschaft zum Ziel, in der Kinder und Jugendliche glücklich und gewaltfrei aufwachsen, teilhaben und mitgestalten können. Als konkretes Projekt soll die Spende dem Bildungspaten-Projekt des Kinderschutzbundes zugutekommen. Das Lernförderprojekt aus Stiftungsgeldern wurde zu Corona-Zeiten ins Leben gerufen, danach aber eingestellt. Nun versucht der Kinderschutzbund, aus eigener Kraft die Hausaufgabenhilfe und Medienkompetenzprojekte für Kinder, Jugendliche und generationsübergreifende Projekte mithilfe dieses Programmes am Leben zu erhalten.

900 Euro für den Zaubergarten Marl – eine gut angelegte Centspende finden (v.l.) Matheo und Jasmin Fitzlaff, Dorothee Babst und Martina Pestke (beide Personalrat), Landrat Bodo Klimpel, Diana Müller, die die Einrichtung vorgeschlagen hat, sowie Nelia und Carolin Guarino. Foto: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister

Der Zaubergarten Marl ist eine durch Spenden finanzierte Initiative, die sich vielfältig für Mensch und Tier engagiert. Die Kinder lernen den verantwortungsvollen Umgang mit Ponys und Pferden kennen und helfen beim Versorgen und Füttern – und das ungeachtet des familiären Hintergrunds. Das Angebot gilt insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, deren Familien sich aufgrund schwieriger finanzieller Verhältnisse keine Reitstunden leisten können. Der Zaubergarten steht zudem den Familien in schwierigen Situationen zur Seite und sammelt Möbel-, sowie Lebensmittelspenden.

Hintergrund der Centspende:

Der Personalrat der Kreisverwaltung hatte nach dem Tsunami 2004 die Idee für die Centspende. Seit der Unterstützung für die vom Tsunami betroffenen Regionen sorgt der Personalrat dafür, dass die Spende jedes Jahr anderen Gruppen und Vereinen zugutekommt.

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Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp, Vollblut-Journalist mit tiefer Verwurzelung in Dorsten und der Herrlichkeit. Viele Jahre war er das Gesicht des Stadtspiegels in Dorsten, jetzt ist er der verantwortliche Redakteur bei Dorsten.live – dem jungen, frechen Auftritt im Netz und einmal monatlich gedruckt als Magazin. Von Lembeck aus hat Olaf Hellenkamp ganz Dorsten im Blick. ✉️ olaf.hellenkamp@dorsten.live 📞 02362 9193-16

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