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Dienstag, 21. Mai, 2024

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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Holocaustgedenktag am 27. Januar

Ilse Reifeisen als junges Mädchen. Foto: Sammlung Elise Reifeisen-Hallin
Ilse Reifeisen als junges Mädchen. Foto: Sammlung Elise Reifeisen-Hallin

Am Holocaustgedenktag, 27. Januar, führt die Stadt mit dem Jüdischen Museum zwei Veranstaltungen durch. Im Zentrum steht die Geschichte von Ilse Reifeisen.

Die bewegende Geschichte des jüdischen Mädchens Ilse Reifeisen aus Dorsten, die 1939 mit 13 Jahren alleine mit einem Kindertransport nach Schweden flüchten konnte, während ihre Eltern umgebracht wurden, ist im Jüdischen Museum Westfalen für Erwachsene bereits dokumentiert. Doch, wie kann man Kindern dieses komplexe Holocaust-Thema zugänglich machen, ohne sie emotional zu überfordern? Als eine Antwort auf diese Frage hat das Jüdische Museum jetzt eine Broschüre zu Ilses Fluchtgeschichte herausgegeben, das im Gedenken an die Opfer der NS-Verfolgung unter dem Titel „Der Tag, an dem die Blumen die Farben verloren. Das Mädchen Ilse Reifeisen“ am 27. Januar 2023 vorgestellt wird.

„Wir freuen uns, dass wir die bekannte Bochumer Kinderbuchautorin Andrea Behnke, die Ilses Geschichte kindgerecht nacherzählt, mit ins Boot holen konnten“, sagt Museumsleiterin Dr. Kathrin Pieren.  Auch Dorstener beteiligten sich an diesem Projekt: So wurde der Band von Schüler und Schülerinnen des St. Ursula Gymnasiums unter Leitung von Kunstlehrerin Sabine Janotta reich illustriert. Schüler und Schülerinnen der St.-Agatha-Grundschule steuerten originelle Schreibarbeiten bei, die Andrea Behnke im Zuge einer Schreibwerkstatt mit ihnen erarbeitet hat. „Made in Dorsten“ ist auch die schöne Gestaltung vom Designbüro Marc Kiecok. Der broschierte Band steht nicht zum Verkauf, sondern wird in der Lehrarbeit des Museums als pädagogisches Angebot verwendet werden.

Lesung in der Neuen Schule

Dank Vermittlung des Amtes für Schule und Weiterbildung wird Andrea Behnke am Vormittag des 27. Januar zwei Lesungen für Schüler und Schülerinnen der Neuen Schule abhalten. 

Foto: JMW/Gestaltung: Marc Kiecok
Foto: JMW/Gestaltung: Marc Kiecok

Nachmittags ist dann jeder zur öffentlichen Gedenkveranstaltung willkommen, die im Jüdischen Museum um 16 Uhr mit der Begrüßung durch Bürgermeister Tobias Stockhoff eingeläutet wird. Anschließend folgen eine kurze Lesung Andrea Behnkes aus ihrem Werk und eine Gesprächsrunde zum Buchprojekt mit beteiligten Schüler und Schülerinnen und Lehrer und Lehrerinnen. Mit einem kurzen Gedenken im Garten des Jüdischen Museums und einer Reinigung der Stolpersteine für die Familie Reifeisen in der Innenstadt endet die Veranstaltung gegen 17.30 Uhr.

Anmeldungen im Museum per E-Mail an rezeption@jmw-dorsten.de oder telefonisch unter der Rufnummer 02362 / 45 279.

Weitere Veranstaltungen des Jüdischen Museums

Die Vorführung des Filmes „Plan A“ im Central Kino Center kommenden Sonntag, 22. Januar, um 11 Uhr ist dem Gedenken an die Opfer der NS-Verfolgung gewidmet. Im Film geht es um einen geplanten Racheakt jüdischer Überlebender an den Deutschen unmittelbar nach dem Krieg für das im Holocaust erlittene Leid. Der spannende Spielfilm des israelischen Regisseuren-Duos Doron und Yoav Paz erzählt zwar eine fiktive Geschichte, sie basiert aber auf einer wahren Begebenheit.

Tickets können gebucht werden auf https://central-dorsten.de/

In der Nacht vom 27. Januar werden ausnahmsweise die Lichter des Jüdischen Museums an bleiben. Während sich das Museum für gewöhnlich um eine Reduzierung des Energieverbrauchs bemüht, macht es am Gedenktag mit bei der Aktion #LichterGegenDunkelheit. Mit dieser bundesweiten Initiative werden eine ganze Zahl an Gedenkstätten, Museen und Erinnerungsorten „vor dem Hintergrund des historischen Geschehens ein Zeichen setzen gegen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus und laden zu einer bewussten Auseinandersetzung mit aktuellen demokratiefeindlichen Tendenzen in Gesellschaft und Staat ein“.

Für mehr Information: https://www.lichter-gegen-dunkelheit.de/

Noah Averkamp
Noah Averkamp
Über Umwege jetzt endlich angekommen. Mein Name ist Noah Averkamp und ich bin „der Neue“ bei dorsten.live. Aus Dorsten – für Dorsten. Genau das ist bei mir der Fall. Ich bin auf der Hardt zuhause und engagiere mich ehrenamtlich in der ev. Kirchengemeinde Gahlen sowie bei TEN SING Gahlen. In meiner Vergangenheit war ich unter anderem für die Mediengruppe RTL und ein anderes Dorstener Medienhaus tätig. Aber jetzt kann ich final behaupten: Ich bin endlich genau da angekommen wo ich hin möchte.

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