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Dienstag, 21. Mai, 2024

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KKRN warnt vor Verschlechterung der medizinischen Versorgung

KKRN warnt: Fatale Folgen für die Bürgerinnen und Bürger befürchtet

Geschäftsführung der KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH / Foto: Günter Schmidt
Geschäftsführung der KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH / Foto: Günter Schmidt

Die Geschäftsführung der KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH warnt vor Verschlechterung der medizinischen Versorgung durch die geplante Krankenhausreform.

Die Krankenhäuser, die in einer der untersten beiden Stufen landen, dürften zukünftig nur noch eine Basisbehandlung und vielleicht eine Notfallversorgung erbringen. Geburten, Schlaganfallversorgung, Versorgung von Herzinfarktpatienten und Unfallchirurgie müssen nach den Kommissions-Plänen an einem von zukünftig sehr wenigen und vermutlich weit auseinanderliegenden Level-2-Standorten vorgenommen werden. „Sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen eins zu eins umgesetzt werden, hätte das auch für alle Betriebsstätten unseres Verbundes sowie die weiteren Krankenhäuser in der Region Folgen.“ Die wenigen Level-2-Kliniken würden nicht in der Lage sein, alle neuen Patienten aufzunehmen, schon allein aus Kapazitätsgründen, befürchtet er.

Geschäftsführer warnen vor langen Wegen für Rettungsdienst

„Es ist zudem nicht nachvollziehbar, mit einer Planung am Reißbrett der Kommission die medizinische Versorgung in der Fläche massiv auszudünnen, die Patienten durch die Gegend zu scheuchen, dem Rettungsdienst lange Wege zu bereiten und unser Pflegepersonal zum täglichen Pendeln zu zwingen“, warnt Guido Bunten, kaufmännischer Geschäftsführer der KKRN GmbH.

Wir haben viel in die Pflegeausbildung investiert – das soll künftig nur noch in Krankenhäusern der Stufe 2 möglich sein. „Solche Pläne sind wie ein Schlag ins Gesicht unserer Region, ein völlig falsches Signal in Zeiten des Fachkräftemangels“, sagt Dr. Weigand. Die erzwungene Reduzierung von Ausbildungsangeboten habe Auswirkungen auf die ambulante und stationäre Altenpflege und konterkariere die generalistische Pflegeausbildung.

Gemeinsam mit unseren Spitzenverbänden fordern wir, den Gestaltungsspielraum des Landes beizubehalten und zusätzliche Finanzmittel für den Investitionsbedarf, der bei der Reform in jedem Fall offensichtlich ist, bereitzustellen. Schon seit Monaten bereiten wir uns auf die Krankenhausplanung des Landes NRW vor. Diese würde durch das Vorhaben des Bundes völlig konterkariert werden. unterstreicht Guido Bunten. Hier in unserer Region hätte das weitreichende Konsequenzen für die aktuell sehr gute und flächendeckende Versorgung.

Der Klinikverbund KKRN GmbH

Die KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH ist mit ihren vier Betriebsstätten und 29 medizinischen Fachabteilungen die größte Klinikgesellschaft im nördlichen Ruhrgebiet. Fast 3.000 hochqualifizierte Mitarbeiter engagieren sich hier für die Gesundheit und das Wohlbefinden von knapp 33.000 stationären sowie 50.000 ambulanten Patienten im Jahr. Daher lautet der Leitsatz des Klinikverbundes „Medizin mit Menschlichkeit“. Für den Pflegenachwuchs bildet die KKRN GmbH an zwei Zentralschulen in Dorsten und Marl jährlich 410 Schüler aus. Zusätzlich ist die Klinikgesellschaft Akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.kkrn.de.

Noah Averkamp
Noah Averkamp
Über Umwege jetzt endlich angekommen. Mein Name ist Noah Averkamp und ich bin „der Neue“ bei dorsten.live. Aus Dorsten – für Dorsten. Genau das ist bei mir der Fall. Ich bin auf der Hardt zuhause und engagiere mich ehrenamtlich in der ev. Kirchengemeinde Gahlen sowie bei TEN SING Gahlen. In meiner Vergangenheit war ich unter anderem für die Mediengruppe RTL und ein anderes Dorstener Medienhaus tätig. Aber jetzt kann ich final behaupten: Ich bin endlich genau da angekommen wo ich hin möchte.

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