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Klangvolle Vielfalt: Jüdische Künstlerinnen im Rampenlicht

Das Jüdische Museum Westfalen feiert weibliche Genialität mit einer Reihe einzigartiger Veranstaltungen

Blick in die Ausstellung „Farbe – Form – Rhythmus. Werke von Ruth Rebecca Fischer-Beglückter.
Blick in die Ausstellung „Farbe – Form – Rhythmus. Werke von Ruth Rebecca Fischer-Beglückter. Foto ©Zwi Röttger.

Das Jüdische Museum Westfalen öffnet seine Türen für eine besondere Veranstaltungsreihe, die das Schaffen jüdischer Künstlerinnen in den Mittelpunkt rückt. Mit einer Mischung aus Ausstellungen, Performances und Diskussionen wird die reiche kulturelle und künstlerische Vielfalt gefeiert.

Jüdische Künstlerinnen im Fokus im Jüdischen Museum Westfalen

Zwei Sonntagsveranstaltungen im Jüdischen Museum Westfalen sind jüdischen Künstlerinnen gewidmet. An Sonntag, 3. März wirft eine szenische Lesung Licht auf die Schaffensweise und die vielfältigen Inspirationsquellen der abstrakten Malerin Ruth Rebecca Fischer-Beglückter, deren Werk in der aktuellen Sonderausstellung zu sehen ist. Eine Woche später tritt die Pianistin Margarita Feinstein mit einem Musikprogramm ausschließlich weiblicher jüdischer Komponistinnen auf. Eingeleitet wird ihr Konzert von der stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Dorsten Jacky Möller, die sich mit einem Grußwort zum Weltfrauentag vom 8. März an die Anwesenden wendet.

„Das Erbarmen erbarmt sich…..“

Sonntag, 3. März 2024, 14:00 Uhr

Szenische Lesung

Die Künstlerin Ruth Rebecca Fischer-Beglückter flüchtete mit ihrer Familie vor dem Nazi-Regime nach Santiago de Chile. Dort blieb sie zwar immer eine Ausländerin, eine Überlebende, die aber durch die Verwurzelung mit der jüdischen Identität zu einer starken selbstbestimmten Persönlichkeit heranwuchs. Die sinnliche Wahrnehmung von Angst und Flucht zur Rettung an einen Ort mit einer ausgeprägten lebendigen Umgebung fern aller Gewalt und aller Ausgrenzung prägen viele Werke, die sie zeitlebens weiterentwickelte. Dabei ging es ihr auch um die Identifikation mit dem jüdischen Glauben und seinem Grundprinzip der Liebe in die Existenz zur Weltschöpfung.

Pianistin und Musikpädagogin Margarita Feinstein.
Pianistin und Musikpädagogin Margarita Feinstein. Foto ©Privat.


Die Schauspielerin Britta Shulamit Jakobi spürt ihrem malerischen Werk, inspiriert durch zwischenmenschliche Begegnungen, Musik und Dichtung, nach und stellt verschiedene Textmaterialien und Audiosequenzen zusammen.

Eintritt 10 €. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Melden Sie sich an unter rezeption@jmw-dorsten.de oder 02362 45279.

Moderne jüdische Komponistinnen

Sonntag, 10. März 2024, 17:00 Uhr

Konzert

Die Werke moderner jüdischer Komponistinnen spiegeln Fragen und Themen der heutigen Welt wider und sind gekennzeichnet von einer tief verwurzelten europäischen Tradition, großer Emotionalität und einer meisterlichen Mischung aus traditioneller und zeitgenössischer Technik. In ihren Werken kombinieren sie ihr Wissen über die Kultur ihrer Heimatländer mit ihrer fundierten Kenntnis westlicher Musiktraditionen. Trotzdem sind sie dem breiten Publikum nicht bekannt.

Jacky Möller, stv. Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dorsten.
Jacky Möller, stv. Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dorsten. Foto © Privat.

Nach einem Grußwort zum Weltfrauentag von Jacky Möller, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dorsten, spielt die in der Ukraine geborene Pianistin und Musikpädagogin Margarita Feinstein Musik von Alice Santer, Jekaterina Tschemberdschi, Ruth Schonthal, Ludmila Schuljewa sowie Stücke aus ihrem eigenen Werk.

Eintritt 10 €. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wird aber empfohlen, auf rezeption@jmw-dorsten.de oder 02362 45279.

Kontakt:

Dr. Kathrin Pieren, Museumsleiterin, pieren@jmw-dorsten.de, 02362 45263.

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