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Montag, 22. Juli, 2024

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Stadtmodell von Dorsten kann jetzt besichtigt werden

Dorstener Stadtmodell nach nach Vorlage der Stiche von Merian

Im Dorstener Stadtarchiv im Gebäude der VHS können Bürgerinnen und Bürger ab sofort ein Stadtmodell nach Vorlage der Stiche von Merian aus dem Jahr 1647 besichtigen.
Der Dorstener Stadtarchivar Martin Köcher hat das Stadtmodell bei Architekt Klaus Grapow in Dreieich abgeholt. Quelle: Stadt Dorsten

Im Dorstener Stadtarchiv im Gebäude der VHS können Bürgerinnen und Bürger ab sofort ein Stadtmodell nach Vorlage der Stiche von Merian aus dem Jahr 1647 besichtigen.

Das Stadtarchiv Dorsten ist um eine Besonderheit reicher. In den Räumlichten im Gebäude der Volkshochschule (VHS) auf Maria Lindenhof können Bürgerinnen und Bürger ab sofort ein Stadtmodell von Dorsten aus dem Jahr 1647 nach Vorlage der Stiche von Merian besichtigen.

Klaus Grapow (85) erstellt Modell von Dorsten

Erstellt wurde dieses Modell in den Maßen 73 x 77 cm von Klaus Grapow, einem mittlerweile 85 Jahre alten Architekten aus der Stadt Dreieich im Landkreis Offenbach.

Klaus Grapow fertigt seit Beginn seines Ruhestandes im Jahr Modelle von Städten nach Vorlage des Merian-Stiches an und fragte zu Beginn des Jahres bei der Stadt Dorsten an, ob Interesse an einem solchen Modell besteht. Insgesamt hat er schon mehr als 25 Modelle gefertigt, u.a. von Frankfurt, Köln, Bonn uns Neuss. In diesem Jahr auch von Dorsten. „Der besondere Reiz des Dorstener Modells liegt auch in den vielen Wehranlagen. Ein Modell, das von so vielen Wehranlagen umgeben war, habe ich zuvor noch nicht nachgebaut“, sagt Klaus Grapow.

Im Dorstener Stadtarchiv im Gebäude der VHS können Bürgerinnen und Bürger ab sofort ein Stadtmodell nach Vorlage der Stiche von Merian aus dem Jahr 1647 besichtigen.
Interessierte können ab sofort das Stadtmodell von Dorsten aus dem Jahr 1647 nach Vorlage der Stiche von Merian im Dorstener Stadtarchiv besichtigen. Foto: Stadt Dorsten

120 bis 150 Arbeitssunden

Die Arbeitszeit, sagt der der Architekt, habe er nicht gezählt, es werden aber wohl zwischen 120 bis 150 Arbeitsstunden gewesen sein. Als Material hat er Polysterol verwendet, das Modell hat er dem Stadtarchiv Dorsten geschenkt.

Stadtarchivar Martin Köcher, der Klaus Grapow vor Beginn des Modellbaus historische Unterlagen zur Verfügung gestellt und ständig Kontakt gehalten hat, ist nach Fertigstellung persönlich nach Dreieich gefahren, um das Modell entgegenzunehmen.

Bürgermeister Tobias Stockhoff freut sich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger, ob alt oder jung, anhand des Modells fortan viel besser vorstellen können, wie die kleine Hansestadt Dorsten im 17. Jahrhundert ausgesehen hat. Geschützt wird es übrigens durch einen Kasten aus Plexiglas.

Stadtmodell im Stadtarchiv

Besichtigt werden kann das Stadtmodell im Stadtarchiv montags, dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr und an jedem ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr sowie nach persönlicher Terminvereinbarung. 

Als Dankeschön für das besondere Engagement hat der Bürgermeister Klaus Grapow das Buch „Dorsten – eine Zeitreise“ zugeschickt und in einem Brief auch eine Einladung nach Dorsten ausgesprochen.

Merians Bild der Stadt Dorsten

Merians Bild der Stadt Dorsten im 17. Jahrhundert ist realitätsnah, jedoch nicht in allen Einzelheiten realitätsgetreu. So lässt sich die Zahl der Türme in der Stadtmauer nicht im Katasterplan von 1822 nachweisen. Der Zeichner hat den Stadtgrundriss im Prinzip richtig wiedergegeben, der Aufriss der Häuserzeilen zeigt jedoch eine schematische Durchführung, wie sie auch von anderen Städtebildern bekannt ist. Als früheste Darstellung Dorstens ist Merians Bildnis der Stadt ein wichtiges und geschätztes Zeugnis der vielseitigen Geschichte.

Weitere Informationen zum Stadtarchiv Dorsten gibt es HIER.

Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp, Vollblut-Journalist mit tiefer Verwurzelung in Dorsten und der Herrlichkeit. Viele Jahre war er das Gesicht des Stadtspiegels in Dorsten, jetzt ist er der verantwortliche Redakteur bei Dorsten.live – dem jungen, frechen Auftritt im Netz und einmal monatlich gedruckt als Magazin. Von Lembeck aus hat Olaf Hellenkamp ganz Dorsten im Blick. ✉️ olaf.hellenkamp@dorsten.live 📞 02362 9193-16

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