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Mittwoch, 17. April, 2024

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Team Lembeck hat die 3. Deutschlandtour bewältigt

Spendenfahrt für das Schulprojekt der Firma Elvermann

Das Team Lembeck ist wieder on Tour und fährt für einen guten Zweck. Alle Lembecker und Dorstener können im Rahmen der diesjährigen Deutschlandtour des Team Lembeck für die Schulprojekte der Firma Elvermann in Ruanda spenden. Das Team Lembeck besteht aus vielen ambitionierten sowie geselligen MTB- und Rennradfahrern aus Lembeck und der näheren Umgebung.

Die Deutschlandtour findet alle zwei Jahre statt und führt das Team entlang der Grenzen Deutschlands. In diesem Jahr geht es ab Donnerstag dem 08.06. in drei Tagen von Kempten nach Passau. Ziel ist es mit Hilfe aller Unterstützer in Lembeck und Umgebung einen Euro für jeden der vom Team gefahrenen 5.000 Kilometer einzufahren. 1.400 Euro hatte das Team bereits im Frühjahr in zwei internen Aktionen eingesammelt. Weitere 200 Euro werden über das Reiseguthaben der Übernachtungsbuchungen beigesteuert.

Wer das Team mit einer Spende unterstützen möchte, findet unten einen QR-Code für Paypal.

Das Team Lembeck wird täglich über Reiseerlebnisse berichten und ho􀅏 auf eine engagierte Beteiligung aller Lembecker und Dorstener.

Spendenfahrt Team Lembeck: ein holpriger Start!

Es ist wieder soweit, noch mit dem Schwung des Schützenfest-Montags im Rücken startet das SV Lembeck Team zur diesjährigen Deutschlandtour.

Voller Elan starten wir 16.45 Uhr mit den Profis der DB ab Bahnhof Rhade und schaffen es nach dem Umsteigen in Essen tatsächlich bis nach Köln, wo alle aufgrund einer Vollsperrung den Zug verlassen müssen. Nun gut, wir lassen uns die Laune nicht verderben und  können endlich mal wieder den Dom fotografieren.

Spätestens jetzt ist allen klar, wir sind auf einem richtigen Abenteuer-Trip nach dem Motto: willst du fahr’n, meide Bahn. Aber wenn alles gut geht, haben wir ab morgen die Streckenführung wieder selbst in der Hand und ab da wird nichts mehr dem Zufall überlassen. Die erste Etappe führt uns von Kempten (Allgäu) über Oberjoch, Tannenheim und Lermoss bis nach Gamisch Patenkirchen. In Zahlen ausgedrückt werden wir über eine Distanz von 132km ca. 1610 Höhenmeter wegkurbeln und als Entschädigung für die Anreiseprobleme hoffentlich Sonnencreme statt Regen auf der Haut.  Damit ist der Start für die Spendenfahrt gemacht und wir radeln für die Schulkinder von Ruanda frei nach dem Motto: Tue Gutes und Rede (Schreibe) darüber!

Spendenfahrt Team Lembeck: von Kempten nach Garmisch

Die Nacht war kurz,  das Frühstück gut, das Team motiviert u voller Herzblut! Jetzt noch das profilaktische Beweisfoto und schon gehts pünktlich um 10.00 Uhr los in Richtung Gamisch Patenkirchen.

Wie gehofft fährt Petrus als 12. Mann mit. Das Wetter ist fast perfekt und selbst der Wind sorgt für ordentlichen Vortrieb. Nach km 40 sagen wir den österreichischen Freunden guten Tag und schlängeln uns durchs Tal zum Anstieg des Tages. Offensichtlich haben die Österreicher alle Namen für ihre Berge bereits ausgegeben,  denn der Pass den es jetzt zu bezwingen gilt nennen sie schlicht ,Namenlos’. Auf einer Strecke von 20km überwinden wir ca. 700 Höhenmeter das Ziel fest vor Augen, oben ist die Mittagspause. Anscheinend hatten die beiden Huberts den größten Hunger, da gab es kein Halten und kein Dranbleiben. 

Eins ist Fakt diese Mahlzeit ist wohl verdient und das Zischen der Cola Dosen ist wahrscheinlich bis ins Tal zu hören. Gestärkt und mit vorerst normalen Puls kommt die Belohnung der Klettertour, auf in die Abfahrt. Vorbei an grünen Wiesen mit zufriedenen Kühen, kristallklaren Flüssen und Bächen durch eine malerische Landschaft stoppt das Peloton vor beeindruckender Kulisse. Dieser Zug(ist)Spitze!

Nicht lange aufhalten auf zum Zielsprint nach Gamisch. Und wieder sorgt der 12. Mann für beste Bedingungen und so rollt der Zug mit Lok Lars zum letzten Kulturstop nach Gamisch.

Danke Marschall für deinen Plan und unsere Zukunft die wir gerne mit den Kindern von Ruanda teilen. In diesem Sinne, wer mag spendet für die Schulprojekte, es wäre sicher in seinem Sinne. Bis Morgen euer Team Lembeck.

Spendenfahrt Team Lembeck: 2. Etappe von Garmisch Patenkirchen nach Ruhpolding

Pünktlich 8.30 Uhr steht das Team bereit zur nächsten Challenge, 180km Strecke entlang der Österreich-Deutschen Grenze mit Endziel Ruhpolding. Das optimistische Lächeln der Protagonisten lässt darauf schließen: nicht alle wissen was da heute noch kommen soll.

Und hoch geht’s…raus aus den Ort, heißt hier rauf auf den Berg…hoch, hoch, immer höher, da sind die ersten Frühstückskalorien direkt in Höhenmeter umgesetzt. Aber wie heißt es so schön, nach dem Aufstieg kommt die Abfahrt. Und tatsächlich ist es auch hier kein Kalenderspruch und der Zug rollt bei perfektem Sonnenschein den Berg herunter und durch eine atemberaubend schöne Landschaft. Es geht an kristallklaren, türkisblauen Flüssen und Seen vorbei, durch kilometerlange Naturschutzgebiete fernab von Bundestraßen und Verkehr. An dieser Stelle ein großes Danke an Lars den Tourenplaner und Zugmaschine in Personalunion.

Nach 40 Kilometern lädt das Panorama des Silvensteinspeichersee zum ersten Foto- und Verpflegungsstop ein.

Mit jeder weiteren Stunde steigen Sonne, Temperaturen und die Dicke der Salzschicht auf der Haut.

Der Blick auf den Kilometerstand (80km) lässt erste Zweifel aufkommen:  müssen wir wirklich noch 100km fahren – mir tut jetzt schon alles weh? Durchhalten Freunde, noch 25km bis Wörgl zur verdienten Mittagspause.

Salat war eher die Ausnahme, den meisten Umsatz machte Spaghetti Bolognese.

Spätestens am Tageshiglight hat die Salatfraktion ihre Auswahl bereut, denn es galt eine Steigung von 21% zu überwinden. Wer da nicht genügend Kohlehydrate im Speicher und Power in den Beinen hat, hat keine Chance. Und tatsächlich nur die drei Auserwählten schaffen diese Herausforderung…Respekt! Sollte dieser Anstieg noch keinen Namen haben kann es nur einen geben: ‚Die lange Wand‘

Mit brennenden Beinen und langsam wieder mehr Sauerstoff im Gehirn, verlassen wir die partielle Nahtoderfahrung in Richtung Ziel.

Weiter und vor allen Sturz- und Pannenfrei schlängelt sich das Team Lembeck bis zum Ziel und zum mehr als verdienten Feierabendbier.

In diesem Sinne: Prost und bis Morgen.

Deutschlandtour: 3. Etappe von Ruhpolding nach Passau

Ein letztes Mal heißt es gut Kette, Beine und Arme ölen, denn auch die heutige Etappe ist in sonniger Begleitung. Ein letztes Mal werden Kilometer und Spenden für ein Schulprojekt in Ruanda gesammelt. Alle Leser können mitmachen!

Kaum sind die ersten 5km zurückgelegt sind auch schon die Strapazen des Vortages vergessen, das Laktat verteilt sich und der Muskelkater wird zum Muskelkätzchen bis er gänzlich verschwindet. Mehr noch, man kann den Radlern ansehen das Mensch und Maschine mittlerweile eine Symbiose eingehen, Fahrer und Bike verschmelzen zu einer Einheit. Der geübte Blick erkennt den runden Tritt alá Emanuel Buchmann, gefolgt von einem Kraftpaket eines Andre Greipel würdig, alle zusammen sind ein homogene, mega gute Gemeinschaft und nicht weniger motiviert als ein Profiteam.

Egal durch welchen Ort wir kommen der Zug sieht lächelnde Menschen, winkende Kinder und deutlich die Frage in den zuschauenden Augen: ‘mein Gott wie viele kommen da noch?’ Tatsache ist, Lembeck-Rhade stellt hier gerade das größte Team in Bayern.

Heute wollen 144 Kilometer mit 1100 Höhenmetern passiert werden wobei die beiden knackigsten Anstiege sich auf Anfang und Ende der Tour verteilen. Wieder geht es durch idyllische Landschaften entlang der Landesgrenze und man fragt sich immer wieder: ‚Warum in die Ferne schweifen, wo das Schöne doch so nah‘

Abends zuvor beim kulinarischen Ausklang der Etappe hatte noch jemand erwähnt: ‚Morgen geht’s nach dem ersten Berg nur noch runter.‘ Wer das geglaubt hat, glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten, denn trotz generellen abfallendes Geländes unterbrechen immer wieder Bergwertungen unterschiedlicher Kategorien den Flow und damit nicht genug ist heute der Wind eher Bremse als Motor.

Ab Burghausen schlängelt sich die Radkarawane längs dem Inn, mal auf deutscher mal auf österreichischer Seite. Auch auf der letzten Etappe läuft alles wirklich rund wie ein gut gespeichtes Laufrad und so nähern wir uns dem letzten aber heftigsten Anstieg heute. Noch einmal alles rausballern und dann in die verdiente Abfahrt „stürzen“ runter ins schöne Passau. Rudi unser motorisierter Tourbegleiter folgt uns den Berg hoch bereit jeden ermüdeten Kämpfer einzusammeln. Aber es versteht sich von selbst, aufgeben ist keine Option. Der Schweiß läuft aus den Helmen, jede Umdrehung schmerzt, bei 12% Steigung wird nochmal mit letzter Kraft auf das Pedal gedrückt um an Ende wieder einen bezwungenen Berg mehr auf der Liste zu haben…yeah…Mission completed! Ab jetzt tatsächlich nur noch runter nach Passau, auf kürzestem Weg zum Hotel, denn kaum stehen die Bikes am Zielort und die ersten Biere sind verteilt öffnet der Himmel seine Schleusen…was für eine Punktlandung, besser hätte man es nicht planen können.

So endet nun die Tour genauso perfekt wie sie begonnen hat, dank dem Organisationsteam perfekt geplant, organisiert und durchfinanziert. Einen großen Dank an die Organisatoren!

So endet nun die Tour genauso perfekt wie sie begonnen hat, dank dem Organisationsteam perfekt geplant, organisiert und durchfinanziert. Einen großen Dank an die Organisatoren!

Spendenkonten

Die Spenden können schnell und unkompliziert über PayPal (QR-Code) …

…oder über die folgende Bankverbindung geleistet werden.


FLY & HELP
Bank: Westerwald Bank eG
IBAN: DE94 5739 1800 0000 0055 50
Verwendungszweck: Ruanda Elvermann + Adresse für die Spendenbescheinigung

Der Erlös der Spendenfahrt kommt dem Schulprojekt der Firma Elvermann zugute.
Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp, 52 Jahre, Vollblut-Journalist mit tiefer Verwurzelung in Dorsten und der Herrlichkeit. Viele Jahre war er das Gesicht des Stadtspiegels in Dorsten, jetzt ist er der verantwortliche Redakteur bei Dorsten.live – dem jungen, frechen Auftritt im Netz und einmal monatlich gedruckt als Magazin. Von Lembeck aus hat Olaf Hellenkamp ganz Dorsten im Blick. ✉️ olaf.hellenkamp@dorsten.live 📞 02362 9193-16

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