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Samstag, 20. April, 2024

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Tischtennis: Neue Saison mit Struktur-Reform

Neue Gegner und Spielsysteme für Dorstener Tischtennisspieler

Der diesjährige Dorsten-Cup, ausgetragen und gut organisiert vom SSV Rhade, avancierte zu TTV-Festspielen, denn im Endspiel tummelten sich nur noch Hervester.
Der diesjährige Dorsten-Cup, ausgetragen und gut organisiert vom SSV Rhade, avancierte zu TTV-Festspielen, denn im Endspiel tummelten sich nur noch Hervester. Foto: Privat
Der Tischtennis-Bezirk Münsterland/Hohe Mark geht an den Start. Die Tischtennis-Struktur-Reform bringt dabei ganz neue Gegner und Spielsysteme.

„Endlich spiele ich auf Bezirksebene!“, so wird so mancher Routinier spontan gerufen haben, als bekannt wurde, dass es ab der kommenden Saison keine Kreisebene im Tischtennissport mehr gibt. Anderen standen zunächst Sorgenfalten in der Stirn ob der vermeintlich weiteren Anfahrtswege. Auch die zunehmende Umstellung auf Vierermannschaften sowie flexiblere Anschlagzeiten auch an Wochentagen sorgte zunächst für manche Diskussion. Welchen Zweck verfolgt also die Umstellung?

Kräfte müssen gebündelt werden

„Fakt ist, dass die Zahl der aktiven Sportler seit 2018 deutlich zurückgeht, also schon vor Corona, da müssen Kräfte gebündelt und zukunftsfähige Wege beschritten werden“, erläutert Ralph Stenzel, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im neuen Bezirk Münsterland/Hohe Mark, der sich nun vom Ruhgebiet von Gelsenkirchen, Bottrop bis in südliche Münsterland nach Borken, Coesfeld mit insgesamt fast 90 Vereinen erstreckt.

“Wir müssen vor die Welle kommen, wenn wir den Spielbetrieb langfristig attraktiv aufrecht erhalten wollen.”

Frank Determann, Vorsitzender des neuen neuen Bezirks Münsterland/Hohe Mark

„Wir müssen vor die Welle kommen, wenn wir den Spielbetrieb langfristig attraktiv aufrecht erhalten wollen“, bekräftigt Frank Determann, Vorsitzender des neuen Bezirks, der erfreulich viele junge ehrenamtliche Kräfte in den Vorstandsgremien hinter sich weiß. „Grundsätzlich stimmen die Vorbehalte wegen der langen Anfahrten natürlich, aber es ist fast durchweg gelungen, eine Einteilung der Ligen nach geografischen Gesichtspunkten vorzunehmen“, erklärt Ralph Stenzel.

Dorstener Vereine rücken enger zusammen

Die kleineren Mannschaften und die Aufweichung der Anfangszeiten sollen auch dazu beitragen, den Tischtennissport attraktiver zu machen und zurückgehende Mitgliederzahlen der Clubs zu stoppen. „Wichtigstes Aufgabenfeld bleibt natürlich die Jugendarbeit als Basis für die Zukunft“, mahnt Determann, in dessen Verein, dem TTV Hervest-Dorsten, die Hausaufgaben gemacht wurden, denn auch in dieser Saison stellt der Verein allein sieben Jugendteams – rekordverdächtig im neuen Bezirk. Dazu kommen zehn Mannschaften im Herrenbereich, wobei die Erste mit vier Neulingen verstärkt und verjüngt wurde, aber auch auf starke Konkurrenz trifft.

Ein Gegner wird Lokalrivale TSC sein, der den Wiederaufstieg in die nun neu bezeichnete Bezirksoberliga schaffte und sicher kein Kanonenfutter sein will. Drei weitere Herrenteams komplettieren das Teilnehmerfeld des TSC. Durch die Reform rücken die übrigen Dorstener Vereine enger zusammen. So freut sich der SSV Rhade schon auf Lokalderbys mit dem TTV, die auf Kreisebene bisher nicht möglich waren. Drei Jugendmannschaften gehen in verschiedenen Altersklassen an den Start. Nach dem Abstieg der Ersten und einigen Abgängen wird sich zeigen, ob die 1. Bezirksliga die richtige Kragenweite ist. Sogar vier Nachwuchsmannschaften stellt der TTC Lembeck im neuen Bezirk, vier Herrenteams, angeführt von der Ersten in der Bezirksliga, ergänzen das Feld. Paradestück bleiben die beiden Damenteams, denen in der Bezirksliga zum Glück nicht zu weite Fahrten bevorstehen. Der SV Altendorf-Ulfkotte musste seine Jugendmannschaft schon vor Beginn der Saison zurückziehen. So hält ein Team in der 2. Bezirkslasse die Fahnen hoch.

TTV dominiert Dorsten-Cup

Der diesjährige Dorsten-Cup, ausgetragen und gut organisiert vom SSV Rhade, avancierte zu TTV-Festspielen, denn im Endspiel tummelten sich nur noch Hervester. Das traditionell sportlich-gesellig orientierte Turnier eignet sich gut als Aufgalopp für die neue Saison und so stellten fast alle Dorstener Tischtennisvereine wieder spielfreudige Teams auf die Beine. Das Finale zwischen TTV 1 und 2 endete Unentschieden. Da es nur einen Pokal zu verteilen gab, musste ein weiteres Abschlussdoppel die Entscheidung bringen. Hier drehten Bergmann/Fleischer den Spieß gegen Hensen/Menze um und beendeten das Turnier nach mehr als 7 Stunden. Da noch einige Getränke- und Essensreserven übrig waren, dauerte die gelungene Veranstaltung noch eine Weile an.

Jubiläumssaison beim TTV

Der TTV Hervest Dorsten als größter Tischtennisverein der Region wird in seiner Halle mit den sieben Jugend- und 10 Erwachsenenmannschaften etwa 140 Heimspiele bis Ende April austragen. Doch es sind noch zahlreiche weitere Aktionen geplant. So sollen die erfolgreichen Tischtennis-Wochen an der Bonifatius-Schule und an der Albert-Schweitzer-Schule im Herbst ihre Fortsetzung finden. Zudem werden die erfolgreichen Parkinson-Athleten wieder zur WM fahren, diesmal nach Wels in Österreich. In den Herbstferien machen sich weit über 30 Jugendliche wieder auf den Weg nach Grenzau.

Und der Höhepunkt: Der TTV hat sich als Ausrichter der Bezirksmeisterschaften und des Parkinson Vereine Volksbank Cups vom 13.10. bis 15.10.23 ein ganz besonderes Doppel-Event ausgedacht – ein Turnier, das so bisher bislang nicht stattgefunden hat

Und als krönender Abschluss steht im nächsten Jahr das 75jährige Vereinsjubiläum bevor.

Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp, 52 Jahre, Vollblut-Journalist mit tiefer Verwurzelung in Dorsten und der Herrlichkeit. Viele Jahre war er das Gesicht des Stadtspiegels in Dorsten, jetzt ist er der verantwortliche Redakteur bei Dorsten.live – dem jungen, frechen Auftritt im Netz und einmal monatlich gedruckt als Magazin. Von Lembeck aus hat Olaf Hellenkamp ganz Dorsten im Blick. ✉️ olaf.hellenkamp@dorsten.live 📞 02362 9193-16

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