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Donnerstag, 13. Juni, 2024

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Neue Geschichtsstation am Haupteingang der Muna

Geschichtsstation an der Muna feierlich enthüllt

Eine weitere, neue Geschichtsstation wurde jetzt am Haupteingang der Muna in Wulfen enthüllt.
Am Donnerstagabend wurde die neuste Dorstener Geschichtsstation an der Muna in Wulfen enthüllt. Foto: Bludau

Eine weitere, neue Geschichtsstation wurde jetzt am Haupteingang der Muna in Wulfen enthüllt.

Am Donnerstagabend, den 23. Mai 2024, fand die Enthüllung der neusten Dorstener Geschichtsstation statt. Die Tafel befindet sich direkt vor dem Haupteingang des Munitionsversorgungszentrums West (Muna) an der Munastraße in Wulfen. Bei der Erstellung dieser Tafel haben der Lions Club Dorsten-Hanse, der Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten e.V., die Stadt Dorsten in Kooperation mit der Bundeswehr sowie der Wulfener Heimatverein eng zusammengearbeitet. Als musikalische Begleitung spielte die Blasmusik Wulfen bei der Einweihung einen Marsch.

Einleitung und Begrüßung durch Bürgermeister Tobias Stockhoff

Bürgermeister Tobias Stockhoff eröffnete die Enthüllung mit einer Einleitung und Begrüßung. Auch Oberstleutnant Thomas Vellmer, der Leiter des Munitionsversorgungszentrums West, begrüßte die zahlreich erschienen Gäste vor dem Tor der Muna. Das Projekt „Geschichtsstationen“ wächst seit dem Start im Jahr 2001 kontinuierlich weiter. Die neuste Tafel ist die 48. im Stadtgebiet und die sechste in Wulfen. Sie widmet sich der Geschichte des Munitionsversorgungszentrums West, das besser als „Muna“ bekannt ist.

Nach der Enthüllung erstrahlte die neue Tafel in der Abendsonne.
Vor der Enthüllung der Geschichtsstation wurden die britische und deutsche Nationalhymne von der Blasmusik Wulfen gespielt. Foto: Bludau

Die Geschichte des Munitionsversorgungszentrums West

Reinhardt Schwingenheuer von der Geschichtsgruppe des Wulfener Heimatvereins erläuterte den Inhalt der neuen Geschichtsstation. Er gab interessante Einblicke in die Geschichte der Muna und die Menschen, die dort gearbeitet und gelebt haben.

Enthüllung im Zusammenhang mit 75 Jahre Grundgesetz – Bundeswehr – Europa

Bürgermeister Tobias Stockhoff nahm in seiner Rede Bezug auf das aktuelle Thema 75 Jahre Grundgesetz – Bundeswehr – Europa. Die feierliche Enthüllung der Geschichtsstation am 23. Mai 2024 wurde bewusst gewählt, da an diesem Tag genau 75 Jahre zuvor das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland durch den Parlamentarischen Rat in Bonn beschlossen wurde. Der Bürgermeister betonte die wichtige und notwendige Funktion der Bundeswehr als Parlamentsarmee, die durch das Grundgesetz legitimiert ist. Der Dienst der Soldatinnen und Soldaten steht unter der strikten Beachtung der Menschenwürde.

Eine weitere, neue Geschichtsstation wurde jetzt am Haupteingang der Muna in Wulfen enthüllt.
Nach der Enthüllung erstrahlte die neue Tafel in der Abendsonne. Foto: Bludau

Enthüllung der neuen Tafel und anschließendes Beisammensein

Vor der Enthüllung der Geschichtsstation wurden die britische und deutsche Nationalhymne von der Blasmusik gespielt. Nach der Enthüllung erstrahlte die neue Tafel in der Abendsonne. Zum Abschluss erklang die Europahymne. Danach war der offizielle Teil beendet und es folgte eine formlose Zusammenkunft. Alle Gäste waren eingeladen, das Munitionsversorgungszentrum zu besuchen und bei Getränken und Speisen zusammenzukommen.

Eine vollständige Liste der Geschichtsstationen ist HIER zu finden.

Die erste Geschichtsstation wurde zum Dorstener Stadtjubiläum 2001 errichtet. Mit heute nun mehr 48 Standorten ist das Konzept längst eine “Marke” für die Stadt Dorsten geworden.

Die Geschichte der Muna in Stichworten:

  • 1938: erste Planungsarbeiten für die Errichtung einer „Heeresmunitionsanstalt“ in der Gerlicher Heide. Die Bauzeit – unter strenger Geheimhaltung – betrug drei Jahre.
  • 1945: Übernahme des Lagers durch die britische Armee.
  • 1987: vollständiger Umbau, bei dem 381 neue Munitionslagerhäuser errichtet wurden.
  • 1999: Übergabe des Depots an die Bundeswehr.
  • Bis 2016: Ausbau zum Munitionsversorgungszentrum West, heute eines von vier solcher Zentren bundesweit und das größte Munitionsdepot in Deutschland.

Größtes Munitionsdepot Deutschlands

Die Muna in Wulfen ist den meisten Menschen in der Stadt Dorsten bekannt. Aber nur wenige wissen, dass es sich heute um das größte Munitionsdepot Deutschlands handelt. Das Depot kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken, die auf dieser neuen Tafel erzählt wird.

1938 – kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges – begannen die ersten Planungsarbeiten für die Errichtung einer „Heeresmunitionsanstalt” in der Gerlicher Heide. In dreijähriger Bauzeit entstand unter strenger Geheimhaltung eine 2,1 Quadratkilometer große Anlage.

Mit dem Vormarsch der Alliierten wurde das Lager im März 1945, also noch vor dem Kriegsende, von der britischen Armee übernommen und war danach ein wichtiger Standort der in Nordrhein-Westfalen stationierten Truppen. 1987 begann, noch zu Zeiten des „Kalten Krieges”, ein vollständiger Umbau, bei dem 381 neue Munitionslagerhäuser errichtet wurden.

Die britischen Soldaten wurden zugleich ein Teil der Wulfener Dorf-Gemeinschaft. Für sie und ihre Familien wurden am Großen Ring und an der Sauerlandstraße Wohnhäuser gebaut, die noch bis 2010 von der britischen Rheinarmee genutzt wurden. Während des ersten Golfkrieges 1991 war die Muna eine wichtige Drehscheibe für große Mengen Munition, die aus Wulfen überwiegend per Bahn abtransportiert und über Bremerhaven verschifft wurden.

1999 – auch dies eine Folge der Wiedervereinigung – übergaben die Briten das Depot an die Bundeswehr, die es bis 2016 zum Munitionsversorgungszentrum West ausbaute, eines von heute vier solcher Zentren bundesweit und das größte Munitionsdepot in Deutschland.

Muna gehört zu Deuten

Ein Kuriosum: Der Name Muna Wulfen ist zwar nach wie vor gebräuchlich. Seit der Kommunalen Neuordnung vor fast 50 Jahren gehört die Muna vollständig zum Stadtteil Deuten.

Quelle und Fotos: Bludau

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Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp, Vollblut-Journalist mit tiefer Verwurzelung in Dorsten und der Herrlichkeit. Viele Jahre war er das Gesicht des Stadtspiegels in Dorsten, jetzt ist er der verantwortliche Redakteur bei Dorsten.live – dem jungen, frechen Auftritt im Netz und einmal monatlich gedruckt als Magazin. Von Lembeck aus hat Olaf Hellenkamp ganz Dorsten im Blick. ✉️ olaf.hellenkamp@dorsten.live 📞 02362 9193-16

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