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Freitag, 24. Mai, 2024

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Neue Geschichtsstation erinnert an alte Rose Brauerei

100 Jahre Heimatverein Wulfen

Sie lassen die Geschichte der Rose Brauerei am Brautum in Wulfen wieder aufleben: Klaus Ehm, Reiner Schulze-Tenberge, Reinhard Schwingenheuer und Richard Fitting.
Sie lassen die Geschichte der Rose Brauerei am Brautum in Wulfen wieder aufleben: Klaus Ehm, Reiner Schulze-Tenberge, Reinhard Schwingenheuer und Richard Fitting. Foto: Bludau

Die ehemalige Rose Brauerei in Wulfen ist seit Jahren Geschichte. Trotzdem gibt es bis heute noch zahlreiche Freunde der örtlichen Braukunst, die alles sammeln, was mit der ehemaligen Kult Marke “Rose” zu tun hat.

Jetzt hat der Heimatverein Wulfen im Rahmen der 100-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten eine große Ausstellung zum Thema vorbereitet und zusätzlich wird im September eine Geschichtsstation auf dem Marktplatz am Brauturm in Wulfen eingeweiht.

Geschichtsstation zur Rose-Brauerei

“Mit der Geschichtsstation zur “Brauerei Rose” wird eine Idee von Reiner Schulze-Tenberge, Mitglied der Geschichtsgruppe des Heimatverein Wulfen, realisiert. Er hat vor rund acht Monaten vorgeschlagen, im Zusammenhang mit der geplanten Ausstellung zur Brautradition in Wulfen “Brauerei Rose” auch eine neue Geschichtsstation zu präsentieren”, sagt Johannes Krümpel, 1. Vorsitzender des Heimatvereins.

Und weiter: “Den Text dieser Station erstellten Reiner Schulze-Tenberge und Reinhard Schwingenheuer, beide Mitglieder der Geschichtsgruppe des Heimatverein. Die passenden Bilder dazu lieferte das Archiv des Heimatverein Wulfen und aus der Privatsammlung von Reiner.” Die Geschichtsstation “Am Brauturm” ist eine weitere Station in Wulfen und somit auch im Stadtgebiet Dorsten.

100 Jahre Heimatverein Wulfen

In der Zeit vom 15.09. bis zum 18.09.2022 feiert der Heimatverein Wulfen sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. An diesem Tagen wird auch die Ausstellung zur Wulfener Brauerei Rose auf dem Gelände am Rhönweg zu sehen sein. Direkt danach wird die Ausstellung bis Ende September in der Wulfener Gnadenkirche zu sehen sein. Geplant ist die offizielle Einweihung der Station am Samstag (17.09.2022) um 10:00 Uhr auf dem Marktplatz am Brauturm.

Reiner Schulze-Tenberge sammelt seit Jahren alles, was mit der Rose Brauerei in Wulfen zusammenhängt. Foto: Bludau

Geschichte der Rose Brauerei in Wulfen

  • 1879: Der Wulfener Brauer Arnold Lohkamp gründet in Wulfen eine Landbrauerei. Im Jahre 1901 kommt es zur Bildung einer Aktiengesellschaft.
  • Hauptaktionär wird Wilhelm Rose aus Essen.
  • 1903: Wilhelm Rose gründet mit seinem Geschäftspartner Friedrich Küppers das „Bürgerliche Brauhaus Rose & Comp., Wulfen“ als Offene Handelsgesellschaft.
  • Die jährliche Bierproduktion liegt bei 5.600 Hektoliter.
  • 1920: Emil Rose tritt als Teilhaber in die Leitung des väterlichen Betriebs ein. Durch Erweiterung und Modernisierung steigt die Jahresproduktion bis
  • 1925 auf 60.000 Hektoliter. Der Bierversand erfolgt über einen Fuhrpark mit Pferden, einigen Lastwagen und mit der Eisenbahn.
  • 1927: Rose-Bier wird auch in Flaschen abgefüllt. Nahezu sämtliche Wirte der Herrlichkeit Lembeck werden fast ausschließlich mit Rose-Bier versorgt.
  • Insgesamt erstreckt sich der Kundenkreis vom Aachener Raum bis ins Emsland.
  • Höchste Anzahl ca. 80 Mitarbeiter
  • 1945: Der neu errichtete Brauturm mit dem markanten Schriftzeichen „ROSE-PILS“ wird zu einem Wahrzeichen von Wulfen.
  • 1947: Der Schwiegersohn Emil Roses, der Kaufmann Ludwig Heermann, tritt als Prokurist und späterer Geschäftsführer in die Firma ein.
  • 1954: Emil Rose verstirbt während eines Erholungsaufenthaltes in Bad Reichenhall. Er hatte die Brauerei über drei Jahrzehnte erfolgreich geleitet, modernisiert und erweitert. Zugleich war der beliebte Firmenchef sehr heimatverbunden und in mehreren Vereinen.
  • 1957: Arnulf Rose und Ludwig Heermann weihen ein neues Sudhaus ein, mit einer jährlichen Kapazität von 11 Millionen Litern. Seit der Währungsreform
  • 1948 hatte der Betrieb seinen Bierausstoß um 390 v.H. erhöht.
  • 1987: Wegen massiver Konkurrenz der Großbrauereien wird die Brauerei an den Essener Getränkegroßhändler Hans Droll verkauft. Anfang 1991 werden noch wöchentlich 30.000 Liter Bier gebraut.
  • 1991: Nach 113 Jahren wird die Bierproduktion im September überraschend eingestellt.
  • 1999: Das 13.000 m² große Brauereigelände gelangt in den Besitz der Dorstener Versorgungs- und Betriebsgesellschaft (jetzt WinDor) mit mehrheitlicher Beteiligung der Stadt Dorsten.
  • 2004: In Wulfen entsteht ein neues Zentrum mit dem Namen „Am Brauturm“ mit zwei Lebensmittelmärkten, verschiedenen Fachgeschäften, Praxen und Büros. Im ehemaligen Brauereigebäude befindet sich ein Restaurant und eine Eisdiele mit Außenterrasse. Ein 1.200 m² großer Platz in der Mitte dient als Veranstaltungszentrum.

Quelle und Foto: Bludau

Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp
Olaf Hellenkamp, 52 Jahre, Vollblut-Journalist mit tiefer Verwurzelung in Dorsten und der Herrlichkeit. Viele Jahre war er das Gesicht des Stadtspiegels in Dorsten, jetzt ist er der verantwortliche Redakteur bei Dorsten.live – dem jungen, frechen Auftritt im Netz und einmal monatlich gedruckt als Magazin. Von Lembeck aus hat Olaf Hellenkamp ganz Dorsten im Blick. ✉️ olaf.hellenkamp@dorsten.live 📞 02362 9193-16

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